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Jungstörche bereit für die Reise in den Süden

dpa/lsw Salem/Mannheim. Es herrscht Aufbruchstimmung im Südwesten - zumindest bei den jungen Störchen. Einige sind schon seit ein paar Tagen unterwegs, viele sammeln sich für die gemeinsame Reise. Es geht nicht nur nach Süden.

Störche streiten sich auf einem frisch gepflügten Feld um eine Maus. Foto: Thomas Warnack/Archivbild

Störche streiten sich auf einem frisch gepflügten Feld um eine Maus. Foto: Thomas Warnack/Archivbild

Der Sommer ist noch lange nicht vorbei, aber für Jungstörche geht es bereits auf große Reise: Am Himmel über Salem (Bodenseekreis) waren am Freitag bereits viele Jungvögel zu sehen. „Wir hatten etwas mehr als 50 Brutpaare - mit den umliegenden Gemeinden sammeln sich da viele Jungstörche zusammen“, sagte ein Mitarbeiter der Storchenstation des Affenbergs Salem auf Anfrage.

Auch im Luisenpark Mannheim, der dieses Jahr 82 Jungstörche von 35 Brutpaaren zählte, sammeln sich die Tiere. „Die Jungstörche sind schon fleißig im Park unterwegs“, berichtete die Parkbiologin. 1975 hatten die Veranstalter der Bundesgartenschau „Lockpaare“ eingesetzt, seitdem siedelten sich dort nach und nach immer mehr Störche an.

Wolfgang Hoffmann vom Naturschutzbund (Nabu) erklärte, dass einige Jungvögel schon seit zwei Wochen unterwegs seien - vorzugsweise nach Süden, aber auch in andere Richtungen. „Das sind Streuner“, sagte der Storchen-Experte aus Ettenheim (Ortenaukreis). Die Tiere wollten die Welt erkunden. Danach kämen sie zurück in ihre Heimatregion.

Die Jungvögel fliegen für gewöhnlich Mitte August gen Südeuropa, die älteren Tiere folgen Ende August bis Anfang September. „Abhängig ist das jedoch vom Hochdruckwetter“, erklärt der Mitarbeiter der Storchenstation. Störche benötigen aufsteigende, warme Luft, um ohne großen Aufwand zu ihrem Ziel zu gelangen. Dabei bewegen sich die Zugvögel in Höhen von zwei- bis dreitausend Metern.

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Erstellt:
10. August 2019, 09:54 Uhr

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