Käufer der Neuen Ortsmitte geben sich zu erkennen

Panzer und Poppe übernehmen Schwaikheimer Areal

Große Veränderungen stehen in der Schwaikheimer Ortsmitte an. Foto: F. Muhl

© Florian Muhl

Große Veränderungen stehen in der Schwaikheimer Ortsmitte an. Foto: F. Muhl

SCHWAIKHEIM (pes). Wichtige Feinheit: Nicht die Wohninvest ist der Käufer und auch nicht die Firma LC – Panzer und Poppe selber betreiben das Objekt als „Family Office“, also als Gesellschaft, deren Zweck die Verwaltung des eigenen privaten Vermögens ist. Mit Wohninvest – 2005 gegründet und binnen 14 Jahren zu einem Unternehmen mit 80 Beschäftigten und 200 Millionen Euro Jahresumsatz gewachsen – sei er, sagt Panzer, „gewohnt, ganz andere Renditen zu fahren“. In diesem Fall aber handle es sich um eine langfristig gedachte Geldanlage. Panzer weiß, manche in Schwaikheim fühlen sich nun überrumpelt – sie hatten gedacht, dass die 46 Wohnungen in den Einzelverkauf gehen.

Wäre das wirklich zum Segen der Gemeinde gewesen? Folgendes, glaubt Panzer, wäre passiert: Es hätte einerseits Leute gegeben, die eine Wohnung für sich selbst erstehen, um darin zu wohnen; und andererseits Investoren, die vermieten, eventuell weiterverkaufen. Ein so gemischtes Haus gerate oft zum „Streithaus“, das wisse er aus seiner Erfahrung im Immobiliengeschäft: Die Eigner, die selber drin leben, „wollen es schön“, die Kapitalanleger „wollen ihr Geld. Die finden nie zueinander. Nie.“ Panzer glaubt: „Schwaikheim wäre ein gefundenes Fressen gewesen, mit dem Wohneigentum zu spekulieren“, manche Wohnungen wären, wenn die Einzelverkaufsvariante gegriffen hätte, „zwei-, dreimal über die Wupper gegangen“, sprich, immer wieder veräußert worden. Zur genauen Kaufsumme äußert sich Panzer nicht, aber dass es um einen „achtstelligen Betrag“ geht, kann sich jeder zusammenreimen, der weiß: Die Bauherrengesellschaft aus Kreisbau Rems-Murr, Baugenossenschaft Backnang und Unternehmensgruppe Wilhelm Geiger hat 24 Millionen Euro Investitionsvolumen aufgebracht.

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Erstellt:
30. Mai 2019, 13:16 Uhr

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