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Kampfhunde verletzen Jungen schwer

dpa/lsw Leimen. Ein 16-Jähriger hat im Umgang mit zwei Kampfhunden gegen sämtliche Regeln verstoßen. Die Folgen für einen anderen Teenager sind schlimm.

Ein Jugendlicher wird nach der Attacke zweier Kampfhunde mit schweren Verletzungen in einer Spezialklinik behandelt. Er sei von den beiden Hunden am Kopf, Arm und Oberkörper gebissen worden und werde nun von Experten versorgt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der 15-Jährige war mit dem Fahrrad am Montagabend in Leimen an dem Hundeführer vorbeigefahren, der die beiden Tiere währenddessen am Halsband festhielt und nicht angeleint hatte.

Nachdem der Jugendliche schon an den Tieren vorbeigefahren war, liefen die Hunde ihm hinterher und fielen ihn an. Der 16-jährige Hundeführer habe die Tiere nur mit Gewalt von dem 15-Jährigen trennen können, hieß es. Gegen ihn werde nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die beiden elf Monate alten Tiere der Rasse American Stafford Mix hätten nicht nur angeleint sein, sondern auch einen Maulkorb tragen müssen. Dies sei Pflicht bis zur Wesensprüfung, die ab dem zwölften Lebensmonat vorgenommen werden könne, erläuterte ein Polizeisprecher weiter. Erst auf dieser Grundlage könne es Lockerungen geben.

Auch sei der 16-Jährige wegen seines Alters nicht berechtigt, Kampfhunde auszuführen. Für diese Rasse gelte außerdem, dass immer ein volljähriger Hundeführer nur einen Hund an der Leine halte - und nicht wie im Leimener Fall zwei. Was mit den beschlagnahmten Tieren passiert, die dem Bruder des 16-Jährigen gehören, ist noch unklar.

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Erstellt:
11. Juni 2019, 17:49 Uhr

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