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KSC-Präsident fordert Antworten: Schwartz unter Druck

dpa/lsw Karlsruhe. Mit der vierten Niederlage in Serie hat sich Aufsteiger Karlsruher SC erstmals in dieser Saison in eine gefährliche Lage manövriert. Nach dem 0:2 gegen Kiel wird der Präsident deutlich - anders als die Spieler. Der Druck auf Trainer Alois Schwartz nimmt zu.

Karlsruhes Trainer Alois Schwartz steht vor dem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa

Karlsruhes Trainer Alois Schwartz steht vor dem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa

In der sich zuspitzenden sportlichen Krise des Karlsruher SC erwartet Präsident Ingo Wellenreuther nun Antworten. Während Spieler und Trainer nach der vierten Niederlage in Serie demonstrativ um Ruhe bemüht waren, wurde Wellenreuther deutlich. „Dass wir zweimal Pech hatten, weil der Ball nicht rein ging und ansonsten alles super war, sagen wir im Beirat mit Sicherheit nicht“, betonte der 60-Jährige nach dem 0:2 gegen Holstein Kiel. Klar sei, dass etwas verändert werden müsse. „Sonst können wir nicht zuschauen, wie auch die nächsten vier Spiele wieder verloren gehen“, warnte er.

Angesichts der brisanten Lage beim Fußball-Zweitligisten, der am Sonntag nach dem 2:0 des 1. FC Nürnberg gegen Sandhausen auf Rang 17 und damit einen direkten Abstiegsplatz abrutschte, gewinnt das Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken eine zusätzliche Bedeutung. Patzt der KSC auch bei dem Viertliga-Club, dürfte sich der Druck auf Trainer Alois Schwartz nochmals erhöhen - auch wenn Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer dem Coach nach der Niederlage gegen Kiel den Rücken stärkte. „Wenn ich den Auftritt heute gesehen habe, kann ich nicht sagen, nächste Woche mit einem anderen Trainer läuft das besser. Davon bin ich weit entfernt“, sagte Kreuzer. In Saarbrücken erwartet er einen Sieg.

Aber auch Kreuzer wird aufgefallen sein, wie sich die Aussagen von Präsident, Spielern und Trainer nach der Partie gegen Kiel unterschieden haben. Wellenreuther ärgerte sich besonders über das Blatt mit der statistischen Auswertung. „Es kann nicht sein, dass wir in einem wichtigen Heimspiel mit 45 Prozent gewonnener Zweikämpfe vom Platz gehen“, sagte er. „Mir fehlt Mut, mir fehlt Tempo, mir fehlt Entschlossenheit“.

Doch weder KSC-Trainer Schwartz („Zweikampfrate war ordentlich“) noch Verteidiger David Pisot wollten ein Defizit erkannt haben: „Ich finde, wir haben kämpferisch alles gegeben. Laufbereitschaft und Willen, war alles da“, meinte Pisot. Er reklamierte für sich und seine Mitspieler, ein „streckenweise ordentliches Spiel“ gemacht zu haben. Dass der KSC den zwei Niederlagen vor der Winterpause nun zwei weitere hat folgen lassen, hält Schwartz für nicht untypisch im Sport. „Die Mannschaft hat zweieinhalb Jahre gut geliefert. Jetzt haben wir einfach einen Hänger.“

Kreuzer erinnerte an seine Zeit als Profi des FC Bayern. Dort habe er gelernt, was in solchen Phasen am wichtigsten sei: „Du musst Ruhe bewahren“. Zumindest in dieser Sache sind Kreuzer und der KSC-Präsident einer Meinung. „Wer die Nerven verliert, steigt ab. Da bin ich mir sicher“, sagte Wellenreuther.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 15:59 Uhr

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