Kassenärztliche Vereinigung: Mehr Freiheiten für Geimpfte

dpa/lsw Stuttgart. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg, Norbert Metke, ist dafür, coronabedingte Einschränkungen für Geimpfte aufzuheben. Allerdings gelte dies unter der Voraussetzung, dass das Impftempo so weitergehe wie in den vergangenen zwei Wochen „und wir eine nennenswerte Durchimpfung haben“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag). „Es kann ja auch nicht sein, dass Geimpfte doppelt privilegiert werden - durchs Impfen und durch mehr Freiheit.“

Auch die Impfpriorisierung dürfe erst aufgehoben werden, wenn die Schwächsten durchgeimpft seien und Impfstoff übrig bleibe. Er begrüßte dabei die Haltung des Landes, das vorerst an der Priorisierung festhalten will. „Baden-Württemberg steht meiner Ansicht nach unter den Ländern an der Spitze der Seriosität“, sagte er dazu.

Die Petition zur Aufgabe der Impfzentren habe die KV eingestellt, denn inzwischen würden die Impfstoffe an die Hausärzte und die Zentren gleichmäßig verteilt. „Sollten wir Ende Mai mehr als eine Million Impfdosen in Baden-Württemberg pro Woche erhalten, dann brauchen wir alle Impfkapazitäten.“

© dpa-infocom, dpa:210427-99-366963/3

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Erstellt:
27. April 2021, 07:52 Uhr

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