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Kein Einkaufsmarkt, mehr Wohnungen

Statt zunächst 180 sind es jetzt 237 – Planung für das ehemalige Breuninger-Areal stößt im Technischen Ausschuss auf einhellige Zustimmung

Auch wenn nicht alle glücklich sind, dass es mit der Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelmarktes auf dem ehemaligen Breuninger-Areal nichts wird, so wurde im Technischen Ausschuss doch anerkannt, dass die Planung für die Überbauung des Areals durch den Wegfall des Marktes eher gewonnen hat. Der Schwerpunkt liegt jetzt noch stärker auf Wohnungsbau: Statt der zuvor geplanten 180 sollen jetzt 237 Wohneinheiten realisiert werden.

Ein Blick in einen der Innenhöfe der künftigen Wohnbebauung auf dem ehemaligen Breuninger-Areal.Visualisierungen: Projektentwickler Instone

Ein Blick in einen der Innenhöfe der künftigen Wohnbebauung auf dem ehemaligen Breuninger-Areal.Visualisierungen: Projektentwickler Instone

Von Hans Pöschko

SCHORNDORF. Die darüber hinaus gehende Nutzung beschränkt sich nun auf kleineren Einzelhandel, wie etwa einen Bäcker und einen Metzger und weiteren, nicht innenstadtrelevanten Einzelhandel oder ein untergeordnetes Dienstleistungsangebot – angeordnet jeweils entlang der Heinkelstraße. Laut Manfred Beier, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Baurecht, stehen außer für den Bäcker und den Metzger noch 400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Für die Geschäfte, die sich dort ansiedeln, ist entlang der Heinkelstraße ein Parkstreifen vorgesehen.

Eine gestalterische Veränderung beim der Heinkelstraße und der Bahn zugewandten Gebäudeteil hat sich Beier zufolge insofern ergeben, als die Fassade geschlossen und auf die zunächst vorgesehenen Öffnungen verzichtet werden soll. Der Wegfall des in früheren Entwürfen enthaltenen Lebensmittelmarktes wirkt sich Manfred Beier zufolge insofern positiv aus, als dadurch im Inneren der Bebauung zusätzliche Platzsituationen geschaffen werden können und eine großzügigere Durchlässig- und Durchgängigkeit erreicht wird. Und natürlich hat sich durch den Verzicht auf einen Lebensmittelmarkt auch die Parkplatzsituation deutlich entspannt. Zu einer Änderung der Planung hat auch die nachträgliche Feststellung geführt, dass es von der Heinkelstraße in Richtung Mühlgasse ein beträchtliches Gefälle gibt. Deshalb müsse, so Beier, die Tiefgarage gestaffelt angelegt werden. Und bei den Gebäuden sei geplant, die höhenmäßig von Süden nach Norden etwas zurückzunehmen, was bedeute, dass im hinteren Bereich Reihenhäuser und kein Geschosswohnungsbau mehr vorgesehen seien.

Lärm, Altlasten, Hochwasser, Verkehr, Umwelt – all diese Dinge sind dem Fachbereichsleiter zufolge bereits gutachterlich untersucht worden und fließen, so weit erforderlich, in einen Durchführungsvertrag ein, der abgeschlossen werden soll, bevor der Gemeinderat den Satzungsbeschluss fasst. „Wir haben es auch mit einer neuen Tierart, dem Turmfalken zu tun, aber das kriegen wir in den Griff“, sagte Beier mit Blick auf die artenschutzrechtliche Relevanzabschätzung.

Es sei von vornherein klar gewesen, dass noch einige Details der Planung der Realität angepasst werden müssen, bewertete Grünen-Stadtrat Werner Neher die Planung und wunderte sich, dass die höhenmäßige Abwicklung des Geländes erst nachträglich bekannt geworden sei. Von einem „schlüssigen Konzept“ sprach SPD-Stadtrat Klaus Reuster, der es gut findet, dass durch den Wegfall des Lebensmittelmarktes Platz für weitere Wohnungen geschaffen wurde und dass von der offenen Bauweise zur Heinkelstraße hin Abstand genommen wird.

Aus Sicht von CDU-Fraktionschef Hermann Beutel ist es bedauerlich, dass der Lebensmittelmarkt nicht realisiert werden kann, weil der für dieses Quartier nördlich der Bahn insgesamt wichtig gewesen wäre. Zusammen mit der Antwort auf die Frage, wie sich die Anzahl der Wohnungen durch die frei gewordene Fläche entwickelt habe – von 180 auf 237 –, bekam Beutel von Manfred Beier auch gleich die Auskunft zur Anzahl der Stellplätze. Auch in diesem Fall sei pro Wohneinheit ein Stellplatz vorgesehen, sagte der Fachbereichsleiter. Wie beim Pfleiderer-Areal greift auch beim Breuninger-Areal das städtische Wohnraumversorgungskonzept, das besagt, dass ein bestimmter Anteil der zu bauenden Wohnungen preisgünstige Mietwohnungen sein müssen, für die die Stadt ein Belegungsrecht hat. Laut Gabriele Koch sollen die auf einen „Endinvestor“ übertragen werden, der aber ganz sicher nicht die Stadtbau Schorndorf sein werde.

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Erstellt:
17. April 2019, 06:00 Uhr

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