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Keine Annäherung im Streit um Baum-Rodung am Rheindamm

dpa/lsw Mannheim. Im Streit um die geplante Rodung von rund 1000 Bäumen wegen der Sanierung des Rheindamms in Mannheim bleiben die Fronten verhärtet. „Das Regierungspräsidium zieht das durch“, sagte Ulrich Holl, Vorsitzender der Bürgerinteressengemeinschaft Lindenhof (BIG), am Dienstag mit Blick auf eine Informationsveranstaltung am Vortag. Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant das 13,5 Millionen Euro teure Projekt. Die Bürgerinitiative will verhindern, dass auf sieben Hektar Fläche in einem beliebten Mannheimer Naherholungsgebiet Bäume gefällt werden. Der Einsatz moderner sogenannter Spundwände mache die Rodung obsolet.

Mannheimer Rheinhochwasserdamm. Foto: Benedikt Spether/Archivbild

Mannheimer Rheinhochwasserdamm. Foto: Benedikt Spether/Archivbild

Die Planungsbehörde betont, die Sicherheit der rund 30 000 am Rheindamm lebenden Menschen habe oberste Priorität. Bei einem Dammbruch sei damit zu rechnen, dass Teile der Stadt innerhalb weniger Stunden bis zu vier Meter hoch überschwemmt würden.

Armin Stelzer, Geschäftsführer des Landesbetriebs Gewässer, sagte, der Erhalt eines Großteils der Bäume auf dem betroffenen Abschnitt von 3,6 Kilometern sei unmöglich. Denn umgestürzte Bäume könnten die Dammverteidigung im Ernstfall beeinträchtigen oder unterbinden. Stelzer: „Selbst wenn wir hier von Ereignissen ausgehen, die sehr selten vorkommen, so muss unsere Planung auch für diesen Fall funktionieren, und zwar für einen Planungszeitraum von 80 bis 100 Jahren.“

BIG-Chef Holl machte auf den aus seiner Sicht deutlichen Widerspruch zwischen Klimaschutz und Baumrodung aufmerksam. „Unser Wald leidet unter der Trockenheit, es sollen Millionen für Wiederaufforstung ausgegeben werden - und wir wollen sieben Hektar Wald roden?“ Die BIG favorisiert eine durchgängige stabile Spundwand, die auch einen Weg auf der Dammkrone zulasse. Zudem gebe es auf der gesamten Länge des Dammes acht sichere Zugangswege zum Damm.

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Erstellt:
24. September 2019, 18:05 Uhr

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