Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Keine Mehrheit für Erich-Hägele-Weg

Schölzel-Vorschlag: Straßenname nach Weissachs erstem Bürgermeister nach dem Krieg

Das Gelände zwischen der Backnanger Straße in Unterweissach und dem Kindergarten beziehungsweise der Kirche wird demnächst bebaut. Die schmale, steile Straße, die das Areal von der Backnanger Straße her erschließt, soll Mauerweg heißen. Archivfoto: F. Muhl

© Florian Muhl

Das Gelände zwischen der Backnanger Straße in Unterweissach und dem Kindergarten beziehungsweise der Kirche wird demnächst bebaut. Die schmale, steile Straße, die das Areal von der Backnanger Straße her erschließt, soll Mauerweg heißen. Archivfoto: F. Muhl

Von Armin Fechter

WEISSACH IM TAL. Eigentlich stand der Vorschlag gar nicht auf der Liste, die das Rathaus dem Gemeinderat vorgelegt hatte. Von einem Erich-Hägele-Weg war da nicht die Rede. Es ging um den Namen für das schmale steile Sträßle, das künftig von der Backnanger Straße zum Bereich Sandberg II hinaufführen soll. Dort, beim Kindergarten und der katholischen Kirche, soll ein Areal bebaut werden. Und weil Straßen nach der Gemeindeordnung einen Namen brauchen, sollten die Bürgervertreter ihre Wahl treffen.

Die ersten Überlegungen vonseiten der Verwaltung gingen in Richtung Backnanger Sträßle, Backnanger Weg, Backnanger Mauerweg oder -straße, Bruckäckerweg, Zu den Bruckäckern und Dreifaltigkeitsweg oder -straße. Carl Höfer (CDU/FWV) fand allerdings eine Benennung als Backnanger Weg oder so ähnlich verwirrend, weil ja direkt daneben die Backnanger Straße verläuft. Genauso erging es Wilhelm König (UBL) mit den Bruckäcker-Varianten, weil es nämlich im Sandäcker-Gebiet bereits eine Straße namens Bruckäcker gibt. Am originellsten fand er den Dreifaltigkeitsweg, der auch Bezug zur Kirche nähme. Monika Muth (CDU/FWV) sprach sich derweil schlicht für Mauerweg aus – eine Anspielung auf die stattliche Stützmauer, die an dem Sträßle entstehen soll. Jan Hutzenlaub (Liste Weissacher Bürger) plädierte dagegen für Unterm Regenbogen oder Regenbogenweg als Gruß an den katholischen Kindergarten. Was wiederum Höfer etwas unglücklich fand: Wenn jemand sage, er wohne unterm Regenbogen, dann klinge das wie ein Witz.

Unterdessen warf Bürgermeister Ian Schölzel eine ganz andere Idee in die Runde: Erich-Hägele-Weg – dies selbstverständlich mit dem erklärenden Zusatz, dass damit der erste Bürgermeister Weissachs nach dem Krieg gemeint sei.

Ohne weitere Diskussion ging es dann zur Abstimmung. Der Erich-Hägele-Weg kam dabei nur auf vier Stimmen, Dreifaltigkeits- und Mauerweg auf jeweils sechs. Im Stechen setzte sich anschließend der Mauerweg mit neun zu sieben Stimmen durch. Der Fußweg, der weiter in Richtung Parkplatz bei der Kirche führt, soll Dreifaltigkeitsweg heißen.

Einen Namen haben die Gemeinderäte in derselben Sitzung auch der Straße gegeben, die durch das Baugebiet Zur Fuchsklinge – im Anschluss ans Rombold-Areal hinter dem Edeka – führt. Sie soll An der Tongrube heißen und damit den Namen für die bereits bestehende Straße am oberen Rand des Rombold-Areals fortführen. Vor der Abstimmung hatte sich Höfer gegen Alternativen ausgesprochen: Er fand es „ein bisschen komisch“, wenn ein Straßenzug an womöglich drei Namen vorbeikommt. Der kleine Weg am hinteren Ende des Gebiets soll dann Seemühlenweg heißen.

Zum Artikel

Erstellt:
18. Oktober 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!