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Kinderbetreuung: Kommunen bekommen fast 1,1 Milliarden Euro

dpa/lsw Stuttgart. Der Staat steckt viel Geld in die Betreuung von Kindern, die noch nicht zur Schule gehen. Doch es gibt da in Baden-Württemberg noch einiges zu tun, wie nicht nur die Opposition meint.

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg können in diesem Jahr mit einem Zuschuss von fast 1,1 Milliarden Euro für die Kleinkindbetreuung rechnen. Davon kommen rund 970 Millionen Euro vom Land und rund 110 Millionen Euro vom Bund, wie das Finanzministerium am Dienstag auf Anfrage in Stuttgart mitteilte.

Im Vergleich zum Jahr 2019 ist das ein Anstieg von etwa 6 Prozent. Ein Sprecher begründete dies damit, dass die Zahl der noch nicht schulpflichtigen Kinder und die Kosten gestiegen seien. Mit den 1,1 Milliarden Euro werden vor allem Betriebskosten beglichen, die die Kommunen bei der Betreuung der Kinder haben.

Im Dezember 2011 hatte die damalige grün-rote Landesregierung einen Pakt für Familien mit Kindern geschlossen. Hintergrund ist, dass seit August 2013 für Kinder unter drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder in der Kindertagespflege besteht. Mit dem Pakt sagte das Land den Kommunen zusätzliche Mittel zu. Im Jahr 2012 flossen laut Ministerium Mittel vom Bund und vom Land in Höhe von 509 Millionen Euro. Seitdem hat sich die Summe etwa verdoppelt.

Der SPD-Politiker Daniel Born kritisierte, die Erhöhung der Gelder sei nicht mehr als die Anpassung der Kosten. „1,1 Milliarden Euro klingen nach viel Geld, aber de facto müsste noch mehr in die frühkindliche Bildung fließen.“ Die SPD fordert zum Beispiel seit langem, die Kita-Gebühren in Baden-Württemberg abzuschaffen. Auch müsse die Zahl der Kita-Plätze deutlich erhöht werden.

Auch die Grünen-Politikerin Brigitte Lösch räumte ein: „Noch gibt es nicht flächendeckend ausreichend Plätze.“ Nötig seien zum Beispiel ein weiterer Ausbau der Betreuungsplätze, erweiterte Öffnungszeiten der Einrichtungen und mehr Ganztagesplätze für Kinder, damit die Eltern Beruf und Familie besser unter einen Hut bekämen.

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Erstellt:
25. Februar 2020, 15:29 Uhr

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