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Kirchenmitarbeiter soll Jungen missbraucht haben

dpa/lsw Heilbronn. Ein Mitarbeiter einer Freikirche hat sich wegen Missbrauchs von drei Schutzbefohlenen angezeigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Gibt es noch weitere Opfer?

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

In einer Gemeinde im Kreis Heilbronn soll ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Evangelisch-methodistischen Kirche mindestens drei Jungen missbraucht haben. Ein Ermittlungsverfahren laufe, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Montag mit. Eines der mutmaßlichen Opfer soll zum Zeitpunkt der Taten unter 14 Jahre alt gewesen sein. Die Mitte Juni bekanntgewordenen Übergriffe hätten sich vor etwa 10 bis 13 Jahren ereignet, erläuterte der Superintendent der Kirche, Markus Jung.

Nach seinen Angaben hatten sich die Opfer bei der Gemeinde gemeldet. Man habe den Mitarbeiter, der unter anderem Leiter einer Jugendgruppe war, zur Rede gestellt. „Er hat die Vorwürfe unter Zeugen eingeräumt“, sagte Jung. Man habe ihm dann die Gelegenheit gegeben, sich selbst anzuzeigen. „Unabhängig davon haben wir auch selber Anzeige erstattet.“ Der Mann sei sofort suspendiert worden. Mehrere Medien berichteten darüber.

Nach Worten der Staatsanwaltschaft sollen nun neben den drei mutmaßlichen Opfer auch alle weiteren Kinder und Jugendliche befragt werden, mit denen der Mann Kontakt hatte. „Jetzt wird untersucht, ob es weitere Opfer gibt“, sagte eine Sprecherin der Behörde. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ruht die Verjährung bis zum 30. Lebensjahr des Opfers.

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Erstellt:
27. Juli 2020, 16:04 Uhr

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