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Kirchenwahl bei Protestanten: Bischöfe rufen zur Wahl auf

dpa/lsw Stuttgart. Rund drei Millionen evangelische Christen in Baden-Württemberg sind am Sonntag zur Kirchenwahl aufgerufen. Die Bischöfe wären nach den Ergebnissen der vergangenen Wahl schon zufrieden, wenn jeder Vierte seine Stimme abgeben würde.

Ein Kirchenmitglied gibt am 01.12.2013 seinen Wahlzettel bei der Kirchenwahl in Baden-Württemberg ab. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Ein Kirchenmitglied gibt am 01.12.2013 seinen Wahlzettel bei der Kirchenwahl in Baden-Württemberg ab. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Vor der Kirchenwahl in der württembergischen und der badischen Landeskirche haben die Landesbischöfe die Protestanten aufgerufen, zur Abstimmung zu gehen und Kirche zu gestalten. „Ihre Stimme zählt! Ihre Stimme ist gefragt!“, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July vor dem Wahltag am Sonntag. Bei den Wahlen Ende 2013 gab in Württemberg nur jeder vierte seine Stimme ab, in Baden waren es nur 20 Prozent.

Die Wahl fällt laut July in eine Zeit, in der viele Menschen tiefgreifende Umbrüche in allen Bereichen ihres Lebens wahrnehmen. „Die Frage nach den Zielen und Werten des eigenen Lebens und in Gesellschaft, Staat und Kirche werden unterschiedlich beantwortet“, sagte July. Kirchenmitglieder könnten bei der Wahl mitentscheiden, welchen Ausrichtungen die Kirche besonderes Gewicht geben könne.

In Württemberg sind am Sonntag - dem 1. Advent - etwa 1,8 Millionen wahlberechtigte Kirchenmitglieder aufgerufen, über rund 10 000 Kirchengemeinderäte in den 1244 Gemeinden sowie über die neue Landessynode abzustimmen. In beiden Fällen dauert die Amtszeit sechs Jahre. Die Wahlen finden immer zusammen statt. Stimmberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag ihr 14. Lebensjahr vollendet haben. Die württembergische Landessynode ist unter den Kirchenparlamenten der 20 deutschen Landeskirchen die einzige, deren Mitglieder per Urwahl direkt von den Kirchenmitgliedern gewählt werden.

Die mehr als 90 Synodalen entscheiden nicht nur über die Verwendung der Kirchensteuern und die kirchlichen Gesetze. Sie stimmen spätestens in drei Jahren auch über eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Landesbischof Frank Otfried July ab.

Im badischen Landesteil werden etwa neue Vorstände in den 640 badischen Kirchen- und Pfarrgemeinden gewählt. Diese legen Ziele und Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit fest, sie wählen den Pfarrer oder die Pfarrerin und haben ein Auge auf die Finanzen der Kirchengemeinde. Derzeit gibt es etwa eine Million wahlberechtigte Kirchenmitglieder in Baden.

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Erstellt:
28. November 2019, 12:22 Uhr

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