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Kleine Lösung für den Rathausplatz

Treppe, Rampe und Türbereich beim Rathaus Althütte werden saniert – Kosten sinken von ursprünglich 340000 auf jetzt 60000 Euro

Der Bereich vor der Rathaustür in Althütte ist ein Sanierungsfall. Aus Kostengründen wird es jedoch keine Komplettlösung für den ganzen Rathausplatz geben, sondern es soll nur der Eingangsbereich samt der Zugänge renoviert und wieder verkehrssicher gemacht werden. Ein neuer Weg soll die benachbarte Bushaltestelle direkt und barrierefrei zugänglich machen.

Nach der Wahl des neuen Gemeinderats Ende Mai hat die Rathaustreppe Ende Juli noch fürs Gruppenfoto herhalten dürfen beziehungsweise müssen, aber die rund 25 Jahre alte Treppe ist kein schöner Anblick mehr. Deswegen wird sie jetzt saniert. Foto: Gemeinde

Nach der Wahl des neuen Gemeinderats Ende Mai hat die Rathaustreppe Ende Juli noch fürs Gruppenfoto herhalten dürfen beziehungsweise müssen, aber die rund 25 Jahre alte Treppe ist kein schöner Anblick mehr. Deswegen wird sie jetzt saniert. Foto: Gemeinde

Von Annette Hohnerlein

ALTHÜTTE. Es ist kein schöner Anblick, der sich den Besuchern und Mitarbeitern bietet, wenn sie auf das Rathaus in Althütte zugehen. Verwitterte und gebrochene Steinplatten, breite Spalten, Unebenheiten. Die Optik ist jedoch nur ein Aspekt. Wichtiger noch ist die Tatsache, dass der Bodenbelag aufgrund der vielen Stolperfallen nicht mehr verkehrssicher ist. „Man muss dringend etwas tun. Die Platten schieben sich immer mehr auseinander“, betonte Bürgermeister Reinhold Sczuka kürzlich im Gemeinderat. Die Sache duldet keinen langen Aufschub mehr, darüber herrscht Einigkeit zwischen dem Bürgermeister und den Gemeinderäten.

Allerdings hatte die Verwaltung nach dem Motto „Wenn schon, dann richtig“ ursprünglich geplant, den Rathausplatz, der Anfang der 1990er-Jahre entstanden ist, komplett neu zu gestalten (wir berichteten). Auch mit der Absicht, ihn für Veranstaltungen besser nutzbar zu machen. Insgesamt 340000 Euro waren dafür veranschlagt worden. Den Gemeinderäten war dieser Betrag zu hoch, und so entschloss man sich, die Bevölkerung mit ins Boot zu holen. Im Juni 2018 fand eine Informationsveranstaltung statt, bei der die Bürger ihre Meinung äußern konnten. Und die war eindeutig: Das Gesamtpaket ist eine Nummer zu groß, eine günstigere Lösung muss her. Deshalb wurde der Stuttgarter Landschaftsarchitekt Wolfgang Blank beauftragt, seine ursprüngliche Planung zu überarbeiten. Die Neufassung präsentierte er dieser Tage im Gemeinderat. Nun ist vorgesehen, nur den Bereich direkt vor der Rathaustür, die Treppe und die Rampe zu renovieren. Dafür wird das Fundament erneuert und die gebrochenen Steine durch Betonpflaster ersetzt, das belastbarer und leichter zu reinigen ist. Außerdem soll die Türschwelle saniert und der Abstreifrost erneuert werden. Der Rathausplatz wird dagegen so belassen, wie er ist. Ein beleuchteter Weg wird angelegt, der eine ebenerdige direkte Verbindung von der Rathaustür zur benachbarten Bushaltestelle herstellt. Ein Paket, das knapp 60000 Euro kostet, so die Kalkulation des Architekten. Noch nicht darin enthalten ist der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle, der ebenfalls in absehbarer Zeit erfolgen soll, wie Sczuka ankündigte.

Diese abgespeckte Variante wurde von den Gemeinderäten einstimmig abgesegnet. Reinhard Pfeil von der Freien Wählervereinigung war zufrieden: „Die große Lösung war zu teuer. Jetzt ist alles drin, was wir brauchen.“

Eine Herausforderung könnte der Terminplan werden, vermutete Wolfgang Blank, denn die Baufirmen seien derzeit ausgelastet. „Man muss flexibel sein mit der Zeitplanung“, ergänzte der Bürgermeister. Dennoch ist er zuversichtlich, das Projekt bis zu den Sommerferien 2020 über die Bühne zu bringen.

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Erstellt:
4. November 2019, 06:00 Uhr

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