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Klimanotstand: Karlsruhe will klimaneutral werden

dpa/lsw Karlsruhe. Inzwischen ist es eine regelrechte Bewegung: Von Konstanz bis Kiel haben deutsche Städte schon den Klimanotstand ausgerufen. Auch Karlsruhe geht nun diesen Schritt. Es ist ein symbolischer Akt - dem aber Taten folgen sollen.

Luftbild Innenstadt von Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archivbild

Luftbild Innenstadt von Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archivbild

Karlsruhe folgt seinen Vorreitern und hat nun ebenfalls den Klimanotstand ausgerufen. Einem entsprechenden Antrag stimmte der Gemeinderat am Dienstagnachmittag mit 26 zu 21 Stimmen zu. Es gab eine Enthaltung. Mit dem Beschluss soll nach Worten der Karlsruher Gemeinderatsfraktion der Grünen deutlich gemacht werden, dass „die akute Bedrohung des Klimawandels durch die Stadt anerkannt wird“. Rechtliche Konsequenzen hat er nicht.

Die Fächerstadt arbeitet gerade am Klimaschutzkonzept 2030 mit dem Ziel, klimaneutral zu werden. Das Konzept soll am 30. Juli vorgestellt werden. Der Gemeinderat werde Ende des Jahres darüber entscheiden, erklärte eine Sprecherin.

Mit dem Beschluss vom Dienstag folgt die zweitgrößte Stadt im Südwesten unter anderem der Stadt Konstanz. Sie hatte im Mai in Deutschland den Anfang damit gemacht, den Klimanotstand auszurufen. In Baden-Württemberg sind neben Konstanz auch Heidelberg oder Bühl den Schritt schon gegangen. Bundesweit sind inzwischen rund 30 Städte dabei, darunter Köln, Wiesbaden oder Saarbrücken. Weitere deutsche Kommunen wie Landau und Mainz in Rheinland-Pfalz wollen folgen. International haben etwa Paris, London, Basel oder Vancouver schon den Klimanotstand ausgerufen.

Angesichts der Bedrohungen durch den Klimawandel haben sich viele Kommunen im Südwesten den Klimaschutz extra groß auf die Fahnen geschrieben: Stuttgart hat den Klimanotstand zwar bislang nicht ausgerufen, dafür aber ein 200-Millionen-Euro-Paket geschnürt mit dem Ziel, sich besser für eine Energie- und Verkehrswende aufzustellen. Im „Aktionsprogramm Klimaschutz“ geht es dabei unter anderem um klimaneutrales Bauen, mehr Begrünung und den Ausbau von Elektromobilität.

In Konstanz sollen Neubauten ebenfalls klimaneutral gestaltet werden. Heidelberg möchte den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid bis 2050 deutlich absenken. In Tübingen gibt es schon seit 2007 die Klimaschutzinitiative „Tübingen macht blau“ zur Reduzierung von Treibhausgasen. Jüngst beschloss das Stadtparlament zudem ein Programm mit dem Ziel, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen.

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Erstellt:
16. Juli 2019, 18:20 Uhr

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