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Klimawandel erschwert den Erhalt historischer Parkanlagen

dpa/lsw Ludwigsburg. Der Klimawandel bedroht historische Park- und Gartenanlagen. „Der letzte Sommer war richtig, richtig schlimm für uns“, sagte der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Michael Hörrmann, am Dienstag in Ludwigsburg. Rund 80 Prozent der eigenen Buchen seien geschädigt worden. Die Trockenheit und der absinkende Grundwasserspiegel mache Pflanzen in Parks und Gärten erheblich zu schaffen. Es werde dreimal so viel Wasser zum Gießen verwendet wie noch vor zehn Jahren. Das ist laut Hörrmann allerdings nicht nur in Baden-Württemberg ein Problem.

Besucher gehen vor dem Residenzschloss Ludwigsburg entlang. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Besucher gehen vor dem Residenzschloss Ludwigsburg entlang. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Im Vergleich zu Parks und Gärten sei es fast ein Kinderspiel, Schlösser zu erhalten, erläuterte Hörrmann. Um die historische Gestalt einer Anlage zu bewahren, sei man auf Bestandsbäume angewiesen. Dafür müsse man eigentlich zehn Jahre alte Bäume vorhalten. „Also müssen wir jetzt anfangen, zu züchten.“ Dabei gehe es auch um gestalterisch passende Alternativen zu bisher verwendeten Pflanzen. Ulmen, die prägend für barocke Gärten gewesen seien, könne man zum Beispiel gar nicht mehr anpflanzen.

Der Stiftung fehle nach Hörrmanns Aussage allerdings noch das Wissen auf diesem Gebiet. Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeite man wie auch andere Stiftungen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am Erhalt historischer Parkanlagen.

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Erstellt:
18. Juni 2019, 17:43 Uhr

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