Ermittlungen am Klinikum Friedrichshafen

Klinikärzte nach schweren Vorwürfen freigestellt

In Friedrichshafen wird gegen fünf Klinikärzte wegen schwerer Vorwürfe ermittelt. Die Klinik hat die betroffenen Mediziner nun vom Dienst am Patienten abgezogen.

Die Ermittlungen haben personelle Konsequenzen (Symbolbild).

© dpa/Friso Gentsch

Die Ermittlungen haben personelle Konsequenzen (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Die Ermittlungen gegen Klinikärzte des Medizin Campus Bodensee (MCB) in Friedrichshafen haben personelle Konsequenzen. Die betroffenen seien vorläufig von ihrem Dienst am Patienten freigestellt worden, teilte die Klinik am Donnerstag mit. 

Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen insgesamt fünf Mediziner des Klinikums, darunter auch ehemalige Mitarbeiter. Die Vorwürfe reichen vom Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung bis zum Anfangsverdacht des Abrechnungsbetrugs. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch den Suizid einer Oberärztin, die auf die mutmaßlichen Missstände hingewiesen hatte. Am vergangenen Donnerstag hatten die Ermittler Akten und Datenträger aus der Klinik sichergestellt. Eine Ermittlungsgruppe hat den Fall übernommen. 

Die Freistellung der Assistenzärzte gelte bis zum 19. Juli, so die Klinik weiter. Im Fall früherer entlastender Erkenntnisse der vom Aufsichtsrat des Klinikums beauftragten Compliance Untersuchung könne sich der Zeitraum auch verkürzen. Ein Ergebnis der Untersuchung wird erst im Sommer erwartet.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 und unter https://ts-im-internet.de/ erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/

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Erstellt:
14. März 2024, 18:52 Uhr

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