Kliniken: Finanzielle Sicherheit für zweite Corona-Welle

dpa/lsw Stuttgart. Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg fordern angesichts steigender Corona-Zahlen Sicherheit und Flexibilität bei Finanzen und Personal. So müsse die Politik etwa Personaluntergrenzen wieder aussetzen, damit Krankenschwestern und Pfleger zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden können, teilte die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) am Montag in Stuttgart mit. Auch sollte es eine finanzielle Sicherheit geben, wenn die Behandlung auf manchen Stationen eingeschränkt werde, um Personal für schwer kranke Covid-19-Patienten auf anderen Stationen zu haben.

Ferner möchte die BWKG, dass die Krankenkassen dauerhaft Rechnungen der Kliniken innerhalb von fünf Tagen bezahlen müssen. „Die bisher vorgesehene Begrenzung dieser Regelung auf das Jahr 2020 muss gestrichen werden.“ Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Detlef Piepenburg, sagte laut Mitteilung: „Damit sich die Krankenhäuser auf die Versorgung der Covid-19-Patienten konzentrieren können, muss ihre Liquidität zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein.“ Rettungsschirme auch für Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollten für die Dauer der Pandemie gesichert werden, mindestens aber bis Ende März 2021.

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Erstellt:
2. November 2020, 11:59 Uhr

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