Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Köchin Jana Stöger holt Award

Vorentscheid eines Wettbewerbs für Nachwuchsköche: 20-Jährige aus Schorndorf-Weiler gewinnt einen Sonderpreis

Viel hat sie bereits erreicht. Doch Jana Stöger will ganz hoch hinaus und in die gehobene Sterneküche. Vor wenigen Tagen kochte sie beim Young Chef Award mit anderen Nachwuchstalenten um die Wette und holte den Award für Social Responsibility. Ihr Gericht war eine Hommage an ihre Großeltern.

Jana Stöger bereitet den Saibling für ihr Gericht zu und freut sich über ihren Young Chef Award. Fotos: San Pellegrino Young Chef Award

Jana Stöger bereitet den Saibling für ihr Gericht zu und freut sich über ihren Young Chef Award. Fotos: San Pellegrino Young Chef Award

Von Lea Krug

SCHORNDORF. Geräucherter Saibling, Gemüse und Pumpernickel angerichtet als Gemüsebeet und ein Saiblingstatar im Sanddornsud – damit erkochte sich Jana Stöger aus Schorndorf-Weiler den Sonderpreis für Social Responsibility (deutsch: soziale Verantwortung) beim Vorentscheid des Young Chef Award in Hamburg. „Es war wunderschön und einfach der Hammer“, sagt sie über den Wettbewerb in Hamburg, bei dem sich die besten Nachwuchsköche aus Zentraleuropa maßen.

„Auch aus einfachen Zutaten lassen sich tolle Gerichte machen“

Wer zwischen 18 und 30 ist, konnte sich bewerben. In lockerer Atmosphäre sei gekocht und über die Gerichte gesprochen worden, auch mit den Mitgliedern der Jury, das sei toll gewesen. Gericht erinnert an Zeiten mit Oma und Opa Jana Stögers Gericht trug den Titel „As a child in Tirol“ (deutsch: Als Kind in Tirol) und sei eine Hommage an ihre Großeltern gewesen. Mit ihnen sei sie in den Urlaub nach Tirol gefahren, habe mit ihrem Opa Saibling geangelt und mit ihrer Oma Sanddorn gepflückt und gekocht. Auch wegen dieses Hintergrundes erhielt sie offenbar den Sonderpreis für soziale Verantwortung. „Auch aus einfachen Zutaten lassen sich tolle Gerichte machen“, sagt die 20-Jährige. Man müsse nicht alles importieren. „Global denken, regional einkaufen“ müsse das Motto lauten. Jana Stöger besuchte die Gottlieb-Daimler-Realschule Schorndorf und machte ihr Schulpraktikum bereits in einer Küche. Danach sei klar gewesen, wohin ihr Weg führt. Sie begann mit 16 Jahren bei Rauschenberger eine Ausbildung und arbeitet heute als „Commis de Cuisine“ (Jungköchin) im Pier 51 in Degerloch, das auch zum Unternehmen Rauschenberger gehört. Sie arbeite gerne dort, ihr Ziel sei aber die gehobene Sterneküche, am liebsten in England oder Österreich.

Am Vormittag des Wettbewerbtages standen in Hamburg neun Kandidaten aus Deutschland, Polen, Ungarn und der Ukraine am Herd: In fünf Stunden mussten sie ihre Gerichte zubereiten und anschließend der Jury präsentieren. Abends wurden im Rahmen einer Gala mit 120 geladenen Gästen aus der Gastronomie die Sieger verkündet.

Doch für einen solchen Wettbewerb braucht es viel Vorbereitung: Jana Stöger kochte neben ihrer Arbeit oft morgens und abends noch im Restaurant, fünf Monate habe sie sich insgesamt vorbereitet. Für das Finale reichte es leider nicht ganz, doch darüber ist die junge Frau nicht traurig: „Es war eine tolle Erfahrung, das hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben“. Es sei toll gewesen, überhaupt daran teilnehmen zu können. Denn vor allem für Frauen sei es nach wie vor schwer, in der Branche Fuß zu fassen, meint sie. Im Mai kommenden Jahres darf sie nach Mailand zum Finale, um dort ihren Sonderpreis gegen die anderen Gewinner der jeweiligen Regionen zu verteidigen. Levente Koppány, der Sieger des Vorentscheides in Hamburg, wird dort auf die anderen elf Nachwuchsköche treffen, die sich in ihren Regionen für das große Finale qualifizieren konnten.

Köchin Jana Stöger holt Award

Zum Artikel

Erstellt:
10. Oktober 2019, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!