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Kölns Coach Beierlorzer über Zukunft: „Im Hier und Jetzt“

dpa Köln. Kölns Trainer Beierlorzer bleibt trotz der sportlichen Misere vor dem Spiel gegen Hoffenheim optimistisch. Dass ihn eine weitere Niederlage den Job kosten könnte, will er ausblenden.

Aufsteiger Köln holte unter Trainer Achim Beierlorzer aus den ersten zehn Spielen nur sieben Punkte. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Aufsteiger Köln holte unter Trainer Achim Beierlorzer aus den ersten zehn Spielen nur sieben Punkte. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Alle Drohszenarien ausblenden - Trainer Achim Beierlorzer lebt trotz der sportlichen Misere beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln weiter Optimismus vor. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Mannschaft in der Lage ist, Hoffenheim zu schlagen“, sagte der 51-Jährige vor dem Punktspiel gegen die TSG Hoffenheim am Freitag (20.30 Uhr/DAZN). Ein Sieg gegen die Kraichgauer, die zuletzt vier Spiele in Serie gewannen, ist für Beierlorzer und sein Team wichtig. Aufsteiger Köln holte aus den ersten zehn Spielen nur sieben Punkte und liegt auf dem vorletzten Tabellenplatz.

„Wir müssen die vergangenen Auswärtsspiele abschütteln“, sagte der ehemalige Gymnasiallehrer, der im Sommer für eine Ablösesumme vom Zweitligisten Jahn Regensburg zum Aufsteiger wechselte, auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Sein erstes Engagement in der Bundesliga droht im Falle einer Pleite gegen Hoffenheim vorzeitig zu enden. Zwar hatten ihm die Vereinsgremien am Dienstag das Vertrauen ausgesprochen - aber offenbar hauptsächlich auf Betreiben des am Saisonende scheidenden Sportchefs Armin Veh. Offenbar gab es Stimmen, die für eine Ablösung des Trainers votiert haben.

„Ich bin nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft unterwegs, sondern im Hier und Jetzt. Was dann kommt, liegt nicht in meiner Macht. Wir wollen alles investieren, um in die richtige Richtung zu marschieren“, sagte Beierlorzer mit Blick auf seine Zukunft. Die Diskussionen um seine Person haben nach der Pokalpleite beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken vergangene Woche und vor allem nach dem folgenden 0:2 im Derby bei Fortuna Düsseldorf Fahrt aufgenommen. Er wolle nicht den „Sherlock Holmes“ spielen, um zu erfahren, wie was danach abgelaufen sei, sagte Beierlorzer.

Der dreimalige deutsche Meister befindet sich in einer Zwickmühle. Sport-Geschäftsführer Veh, der Beierlorzer geholt hatte, hatte in der vergangenen Woche erklärt, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Mit der Suche nach einem neuen sportlichen Leiter beauftragte der Verein eine Personalberatung. Alles muss im Prinzip schnell gehen, weil der Veh-Nachfolger die Trainerfrage klären soll, falls die Wende unter Beierlorzer nicht gelingt.

Für den Posten des Sport-Geschäftsführers gibt es laut Verein eine Vorauswahl. Auf dieser Kandidatenliste soll unter anderen Erik Stoffelshaus stehen, bis Dezember 2018 Sportdirektor bei Lok Moskau. Der in Monheim bei Köln ansässige Spielerberater Volker Struth hat nach einem Bericht des „Kicker“ hingegen erklärt, dass er wegen seiner erfolgreichen Agentur nicht zur Verfügung stehe. Auch der einstige Kandidat Horst Heldt oder der ehemalige Mainz- und Schalke-Manager Christian Heidel gehörten demnach nicht dazu.

Wer auch immer auf seinen Fürsprecher Armin Veh folgt - Achim Beierlorzer interessiert es scheinbar nicht. Auch seinen Spielern habe er empfohlen, nicht in die Zeitungen zu schauen. „Wir müssen uns abschotten von all den Dingen, die rund um den Verein geschrieben werden“, sagte er. Beierlorzer sieht seine Mannschaft, die am Freitag unter anderem ohne den angeschlagenen Florian Kainz auskommen muss, „absolut in der Lage“, in der Bundesliga „zu bestehen“. Auch gegen Hoffenheim, das auf Torjäger Andrej Kramaric verzichten muss. „Dass das eine richtig gute Mannschaft ist, ist doch klar. Sie sind breit aufgestellt. Aber wir können sie besiegen“, sagte er.

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Erstellt:
7. November 2019, 14:25 Uhr

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