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Kommando in Ulm wird offiziell Nato-Dienststelle

dpa/lsw Ulm. Als Garnisonsstadt hat das einst von Napoleon eroberte Ulm eine lange Geschichte. Heute macht dort der Aufbau eines neuen Nato-Kommandos Fortschritte - eine Reaktion der Allianz auf die Politik Russlands.

Kaserne Wilhelmsburg in Ulm. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Kaserne Wilhelmsburg in Ulm. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Rund ein Jahr nach dem Nato-Beschluss zur Schaffung eines Kommandos für schnelle Truppen- und Materialtransporte (JSEC) in Ulm soll heute dessen sogenannte erste Einsatzbefähigung bestätigt werden. Das im Aufbau befindliche JSEC soll damit im Rahmen einer sicherheitspolitischen Konferenz offiziell den Status einer Nato-Dienststelle erhalten. Die volle Einsatzbereitschaft ist für 2021 vorgesehen.

Dazu kommen Vertreter aller Nato-Staaten in der Donaustadt zusammen. Deutschland wird durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, und den Ulmer Befehlshaber, Generalleutnant Jürgen Knappe, vertreten. Für Ulm als Standort des neuen Kommandos hatten sich die Nato-Verteidigungsminister im Juni 2018 auf Vorschlag der Bundesregierung entschieden.

Dem JSCE sollen nach Nato-Angaben künftig „im Friedensbetrieb“ etwa 100 Offiziere und Soldaten angehören, im Krisenfall rund 500. Der Aufbau des JSCE erfolgt im Zuge der Stärkung der Kommando- und Streitkräftestruktur der Nato. Die Allianz reagiert damit auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands, darunter dessen Unterstützung pro-russischer Separatisten in der Ukraine und die Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim.

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Erstellt:
17. September 2019, 04:00 Uhr

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