Kommentar: Eindeutig hybride Kriegsführung

Kommentar: Eindeutig hybride Kriegsführung

Von Marcel Auermann

Erst die russische Abhöraktion gegen Offiziere der Luftwaffe Anfang März, nun zwei mutmaßliche Agenten, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes Sabotageaktionen in Deutschland geplant haben sollen. Ganz konkret wollten sie perspektivisch Brand- und Sprengstoffanschläge auf militärisch genutzte Infrastruktur, Rüstungsbetriebe und Industriestandorte ausüben: Die Abstände, in denen Spionage, Cyberangriffe und Desinformation durch Russland stattfinden, werden immer kürzer. Und das nicht irgendwo, sondern vor unserer Haustüre: in Bayreuth, in Bayern, in Deutschland.

Spione und Saboteure also mitten unter uns. Die menschenverachtenden und skrupellosen Taten von Wladimir Putin in der Ukraine rücken noch näher, als dies ohnehin schon der Fall ist. „Hybride Kriegsführung“ nennt sich das dann. Das ist beängstigend – und leider genau das Ziel von Putin. Er möchte, dass die deutsche Unterstützung für die Ukraine wegen der aufgebauten Droh- und Angstkulisse endet. Im Klartext: Putins Machtapparat funkt in unsere freiheitlich, demokratische Grundordnung, weil ihm solche Staatsformen sowieso missfallen.

Es kann daher keine andere Haltung der deutschen Regierung geben, als entschlossen, wehrhaft, uneingeschüchtert dem aggressiven russischen Unterdrückungsregime gegenüberzutreten – und hierzulande sämtliche russische Spionage-Strukturen zu sprengen.

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Erstellt:
18. April 2024, 22:12 Uhr
Aktualisiert:
19. April 2024, 21:58 Uhr

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