Kommentar: Mehr Angebote für die Bürger

Kommentar: Mehr Angebote für die Bürger

Von Daniel Gräfe

Stuttgart - Einkaufszentren verändern sich rasant: Händler verkleinern ihre Geschäfte, leer stehende Flächen werden in oberen Etagen oft von Gastronomie und Freizeitangeboten genutzt. Überhaupt geht der Trend über den Handel hinaus, was man auch bei der Umnutzung einstiger Galeria-Warenhäuser sehen kann. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das eine Chance, jenseits der Warenwelt andere Dinge des täglichen Lebens und Erlebens vorzufinden.

Das glückt jedoch nur, wenn man die Umgestaltung der Einkaufszentren nicht von der Entwicklung der Innenstädte trennt. Pauschale Konzepte gibt es nicht. Einkaufszentren können Teil eines Stadtquartiers sein, abseits gelegene Konsumtempel mit Freiparken – und alles dazwischen. Davon hängt ab, ob und wie stark Büros, Arztpraxen, Galerien, Wohnungen, Freizeitangebote oder Dienstleistungen Geschäfte und Gastronomie ergänzen. Hier kann man oft nur an die Investoren und Betreiber appellieren, mehr auszuprobieren und neben der Rendite auf grundsätzliche Bedürfnisse vor Ort zu schauen.

Und doch können auch die Städte mehr Einfluss nehmen, wie etwa mit Bebauungsplänen. Bei bürgernahen, innovativen Konzepten wiederum sollten sie viel schneller als bisher Baugenehmigung oder Nutzungsänderungen erteilen. Wenn Bürokratie zu Stillstand oder Leerstand führt, wäre das für alle die schlechteste Entwicklung.

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Erstellt:
23. Mai 2024, 22:12 Uhr
Aktualisiert:
24. Mai 2024, 21:52 Uhr

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