Meltem Seker aus Tübingen
Konservative Politik-Influencerin gewinnt Rechtsstreit gegen Rapperin „Nura“
Die Rapperin „Nura“ beleidigt die konservative Politik-Influencerin Meltem Seker. Daraufhin kommt es zu einem Rechtsstreit – mit besserem Ausgang für die Tübinger Studentin.
© IMAGO/Michaela Merk
„Nura“ kommt eine Beleidigung teuer zu stehen (Archivbild).
Von Philip Kearney
Die konservative Politik-Influencerin Meltem Seker hat eigenen Angaben zufolge einen Rechtsstreit mit der Rapperin „Nura“ (ehemals Mitglied des Hip-Hop-Duos SXTN) gewonnen. Das gab Seker, die an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen Politikwissenschaft studiert, auf ihrem Instagram-Account „politischmeltem“ bekannt.
Dort spricht die 24-Jährige, die Mitglied der CDU ist, über politische Themen. Auf Instagram folgen ihr rund 25.000 Menschen, ihre Videos erhalten teils ein Vielfaches an Aufrufen. Seker präsentiert sich im Netz meinungsstark – und geht offen mit ihrer politischen Gesinnung als Konservative um. Für Linke hat sie – das wird in ihren Videos und ihren Beiträgen für das politische Magazin „Cicero“ schnell klar – wenig übrig.
Seker von Omer aufs Übelste beleidigt
Dies gilt aber offenbar auch umgekehrt. 2024 geriet Seker mit der Rapperin „Nura“, die mit echtem Namen Nura Habib Omer heißt, aneinander, weil diese die Influencerin in einem Kommentar als „F*tze“ beschimpfte, die nur Hass verbreiten und vor nichts Halt machen würde.
Konkret wird die für ihre linken Ansichten bekannte Rapperin nicht, doch Seker – die wie Omer einen Migrationshintergrund hat – vermutet, dass ihre konservativen Aussagen zur Migrations- und Genderpolitik Auslöser für die Entgleisung waren, wie sie in einem Video auf Instagram, dass sie an verschiedenen Orten in Stuttgart zeigt, erzählt.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Meltem Seker (@politischmeltem)
Omer muss Seker Geldentschädigung zahlen
Daraufhin schaltete Seker einen Anwalt ein und verklagte Omer auf Schadensersatz – offenbar mit Erfolg: Seker zufolge muss die Rapperin ihr eine Geldentschädigung im vierstelligen Bereich zahlen und die Anwaltskosten übernehmen. Die Influencerin freut sich in dem Video sichtlich über das Urteil und kann sich eine Spitze gegen die Rapperin nicht verkneifen: „Das alles hätte sich Nura ersparen können, wenn sie sachlich mit mir diskutiert hätte, statt mich zu beleidigen.“ Bislang hat sich die Rapperin nicht öffentlich zu dem Urteil geäußert.
Sekers Message an ihre Follower lautet derweil: „Beleidigt keine politisch andersdenkenden Menschen, geht stattdessen in den sachlichen Diskurs über.“ Wobei die Influencerin selbst lieber unter Gleichgesinnten bleibt, wie ihre Videos mit zahlreichen CDU-Politikern zeigen.
