Konstantin Wecker: Konzerte haben Heilkraft

dpa Mannheim. Der Liedermacher Konstantin Wecker (73) hat nicht nur künstlerische Gründe, im Rentenalter weiter Musik zu machen. „Bei mir war's auch immer notwendig. Ich nehme nach wie vor gern Platten auf, aber ich konnte mich auch nie auf ein Rententeil zurückziehen“, sagte Wecker dem „Mannheimer Morgen“ (Mittwoch). „Ich habe keine Rente, schlicht und ergreifend.“ Dem Interview zufolge verkauft Wecker genug Alben, dass sich die Produktion nicht nur als Werbemittel für die Konzerte rechnet.

Konstantin Wecker bei einem Termin. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Konstantin Wecker bei einem Termin. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Musiker erzählte, er merke ganz deutlich, was für eine ungeheuerliche Heilkraft Konzerte für ihn hätten. „Es ist unglaublich, wie sich das niederschlägt. Ich war natürlich öfter mal krank, aber kaum war ich auf der Bühne, schon war's vorbei. Jetzt setzt es sich in den Gliedern fest.“ Plötzlich merke er ganz deutlich, dass er eine völlig kaputte Halswirbelsäule habe. Ein Grund ist demnach: Als Pianist schaut er ständig nach rechts zum Publikum. Den Flügel öfter mal umstellen, das geht für ihn nicht. Er könnte nicht andersherum auf der Bühne stehen, das wäre einfach falsch für ihn, so Wecker.

Mit Blick auf die Corona-Lage sagte er, er habe vor Kurzem ein längeres Gespräch mit jungen Künstlerinnen seines Labels gehabt. „Es ist schon ein Elend, wie es ihnen so geht. Auch den Technikern, Veranstaltern und Club-Besitzern. Es ist furchtbar, was da grad passiert.“

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Erstellt:
9. Dezember 2020, 05:48 Uhr

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