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Kontrolle auf Baustellen

Gewerbeaufsicht prüft Einhaltung der Hygienevorgaben.

Hygienestation auf der Baustelle. Foto: Landratsamt

Hygienestation auf der Baustelle. Foto: Landratsamt

WAIBLINGEN (pm). Ende April haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft festgelegt, dass das neue fachliche Thema der Gewerbeaufsicht 2020 in der Beratung, Unterstützung beim „Wiederanfahren“ und in der Überwachung von Betrieben liegen soll. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei zunächst den Kassenarbeitsplätzen und den Baustellen.

Die Gewerbeaufsicht, die beim Umweltschutzamt im Landratsamt angesiedelt ist, und der Krisenstab Corona haben sich bereits seit der Ankündigung, dass die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nach und nach zurückgenommen werden, mit dem Thema auseinandergesetzt und geprüft, wie man die neue Aufgabe am besten erfüllen kann. Dem Krisenstab war wichtig, dass dabei die Belastungen und Herausforderungen, die mit einer Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards einhergehen, nicht außer Acht gelassen werden und dass Kontrollen praxisgerecht erfolgen.

Positive Zwischenbilanz nach den ersten Wochen

Seit vorletzter Woche suchen die Mitarbeitenden der Gewerbeaufsicht schwerpunktmäßig die Baustellen im Landkreis auf und überprüfen dort die Umsetzung der Hygienemaßnahmen. Ziel ist eine fachliche Beratung für einen sicheren Baustellenbetrieb. Nach den ersten Wochen und 15 überprüften Baustellen kann bereits ein erstes Resümee gezogen werden: Auf allen aufgesuchten Baustellen war man sich der besonderen Situation bewusst. Die Flyer und Plakate der BG Bau mit Informationen zum Infektionsschutz waren überall gut sichtbar angebracht.

Bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen weichen Theorie und Praxis zum Teil eklatant voneinander ab. Oft sind die Vorgaben zwar bekannt, werden jedoch im täglichen Betrieb nicht so genau genommen. So wurde häufig selbst bei engem Kontakt, wie er beim Betonieren oder beim gemeinsamen Arbeiten auf Arbeitsbühnen unvermeidbar ist, kein Mund-Nase-Schutz getragen. In diesen Fällen erhielten die Verantwortlichen zunächst noch eine Belehrung und eine mündliche Aufforderung, der gleich vor Ort nachgekommen wurde. In der Regel haben die Kontrolleure Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten auf den Baustellen vorgefunden. Die Bandbreite reichte von einfachen Seifenspendern, Desinfektionsmitteln und Papierhandtüchern im Freien vor dem Baucontainer bis hin zu perfekten Sanitärcontainerlösungen.

Bei Innenausbauten haben die Baustellenverantwortlichen vorsorglich bereits die Anzahl der Gewerke begrenzt, die gleichzeitig auf der Baustelle aktiv sind. Mit dieser räumlichen und zeitlichen Trennung können mögliche Infektionswege leicht unterbunden werden.

Joachim Spindler, Leiter des Fachbereiches Gewerbeaufsicht und Immissionsschutz, ist mit dem Ergebnis der ersten Kontrollwoche zufrieden: „Die Kontrollen haben gezeigt, dass die Beratung notwendig und sinnvoll ist. Zudem wurde deutlich, dass ein erfolgreicher Infektionsschutz nicht so sehr von den technischen Voraussetzungen abhängt, sondern in hohem Maße davon, wie konsequent die Beschäftigten und ihre Vorgesetzten die Hygienemaßnahmen anwenden.“

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Erstellt:
29. Mai 2020, 06:00 Uhr

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Symbolfoto: Bernd Libbach - adobe.stock.com
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