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Kramp-Karrenbauer sieht CDU weiter als Volkspartei

dpa/lsw Fellbach. Trotz der derzeitigen Probleme sieht die scheidende CDU-Bundeschefin Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU auch künftig als Volkspartei. „Wir dürfen uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Auf die Werte, die wir vertreten, auf die kommt es nach wie vor an“, sagte Kramp-Karrenbauer beim politischen Aschermittwoch in Fellbach (Rems-Murr-Kreis). Die Aufgabe sei es nun, diese Werte in eine Politik zu übersetzen, wie sie im Jahr 2020 gebraucht werde.

Annegret Kramp-Karrenbauer bedankt beim Politischen Aschermittwoch der CDU bei den Zuhörern. Foto: Marijan Murat/dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer bedankt beim Politischen Aschermittwoch der CDU bei den Zuhörern. Foto: Marijan Murat/dpa

In einer Gesellschaft, die auseinanderdrifte, komme es auf die an, die zusammenführen könnten, sagte Kramp-Karrenbauer. „Das ist die Aufgabe der CDU.“ Dies müsse sich in ihrem Programm und ihren Köpfen widerspiegeln. Die CDU sei aus sich selbst heraus stark. „Wir müssen von uns selbst begeistert sein“, rief sie vor rund 1500 Besuchern. Vom politischen Aschermittwoch gehe das Signal aus, dass die CDU Volkspartei bleibe und für alle Menschen Antworten habe.

Die CDU bleibe auch eine Partei mit Charakter und Haltung. Wer darüber nachdenke oder darüber spekuliere, man könne doch einmal mit der AfD etwas machen, der zündele an den moralischen Grundlagen der CDU. „Wir haben eine Brandmauer, die heißt: keine Zusammenarbeit mit der AfD, nicht direkt, nicht indirekt.“ Es sei ein Fehler gewesen, dass in Thüringen mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD ein Ministerpräsident gewählt worden sei. Die CDU arbeite aber auch nicht mit einer Partei zusammen, die in einem Verfassungsschutzbericht der Bundesrepublik Deutschland auftauche, sagte sie zur Linken.

Im Zuge der Regierungskrise in Thüringen hatte Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug als Parteichefin und auch ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur angekündigt. Um ihre Nachfolge bewerben sich CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet.

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Erstellt:
26. Februar 2020, 13:24 Uhr

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