Kretschmann: Aufnahme von Flüchtlingen ist Sache des Bundes

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württemberg ist nach den Worten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zur Aufnahme junger Flüchtlinge aus Griechenland bereit, wenn der Bund dafür die Weichen stellt. „Es ist Angelegenheit der Bundesregierung und nicht der Landesregierung, ein Sonderkontingent der Länder für die Aufnahme von Flüchtlingen zu bestimmen“, sagte Kretschmann der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag).

„Wenn sich jedoch die Bundesregierung dazu entschließen würde, wäre Baden-Württemberg bereit, Kinder aufzunehmen“, sagte Kretschmann. „Die Situation auf den griechischen Inseln ist unerträglich.“ Ähnlich hatte er sich vor rund zwei Wochen bereits vor Journalisten geäußert.

Grünen-Vorsitzender Robert Habeck hatte sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ dafür stark gemacht, bis zu 4000 Kinder von den Ägäis-Inseln zu holen. Die schwarz-rote Bundesregierung erteilte dieser Forderung aber eine Absage. „Wir suchen für die Zukunft nach einer europäischen Lösung“, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. „Deutschland kann das nicht im Alleingang.“

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Erstellt:
23. Dezember 2019, 16:17 Uhr

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