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Kretschmann: Finanzielle Corona-Folgen in Europa neu denken

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will die Bewältigung der finanziellen Folgen in Europa in der Coronavirus-Pandemie neu denken und kritisiert die Wiederholung alter Eurobond-Debatten. Die Ansprache des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte mit dem Appell an Deutschlands Hilfe habe ihn sehr berührt, sagte Kretschmann im Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). „Und ich bin höchst irritiert, dass jetzt die Eurobond-Debatten aus anderen Zeiten einfach wiederholt werden.“

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Es sei nicht die Zeit, jetzt alte Schuldendebatten noch einmal zu führen. „Als ob das hier normale Zeiten wären.“ Wenn jetzt ein EU-Gründungsland durch das Virus in schweres Fahrwasser gerate, müsse ganz anders gedacht werden, sagte der Regierungschef. Auf die Frage, ob er das auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die eine gemeinsame Verschuldung über Eurobonds ablehnt, schon gesagt habe, antwortete Kretschmann: „Nein, aber das werde ich noch tun“.

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Erstellt:
4. April 2020, 11:19 Uhr

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