Warnung vor „Todesspirale“

Kryptowährungen erneut stark gefallen - Das ist passiert

Der Kryptomarkt hat über Nacht erneut deutliche Verluste verzeichnet. Bitcoin, Ethereum und andere führende Kryptowährungen sind stark gefallen. Doch was steckt hinter diesem Rückgang?

Der Kryptomarkt hat über Nacht erneut deutliche Verluste erlitten. Bitcoin, Ethereum und andere führende Kryptowährungen sind stark gefallen. Erfahren Sie hier die Hintergründe.

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Der Kryptomarkt hat über Nacht erneut deutliche Verluste erlitten. Bitcoin, Ethereum und andere führende Kryptowährungen sind stark gefallen. Erfahren Sie hier die Hintergründe.

Von Matthias Kemter

Die Kryptowährungen haben am Mittwochabend einen massiven Kursrutsch erlebt. Bitcoin fiel um 7 %, Ethereum um 8 %, und auch andere Coins wie Ripple und BNB verzeichneten prozentual zweistellige Verluste.

US-Regierung & fehlende Unterstützung für Krypto

Ein zentraler Auslöser für den Kursrutsch war die Aussage des US-Finanzministers Scott Bessent, dass die Regierung keine Befugnis habe, Kryptowährungen zu stützen oder Banken zu Rettungsmaßnahmen zu verpflichten. Diese Aussage fiel während einer Anhörung vor dem House Financial Services Committee und sorgte für erhebliche Verunsicherung unter Investoren. Die Aussicht, dass der Kryptomarkt im Falle eines größeren Einbruchs keine staatliche Unterstützung erwarten kann, hat viele Anleger dazu veranlasst, ihre Positionen zu verkaufen.

Warnungen vor einem „Todesspirale“-Szenario

Zusätzlich verschärfte eine Warnung des bekannten Investors Michael Burry die Lage. Burry, der durch seine Vorhersage der Finanzkrise 2008 bekannt wurde, sprach von der Möglichkeit einer „Todesspirale“, die zu einem massiven Wertverlust führen könnte. Er bezeichnete Bitcoin als rein spekulativen Vermögenswert, der nicht die Stabilität von Gold oder anderen traditionellen Absicherungsinstrumenten biete. Diese Einschätzung verstärkte die ohnehin schon negative Stimmung am Markt. Viele Investoren sind derzeit nicht bereit, den Rückgang zu nutzen, um nachzukaufen, sondern konzentrieren sich auf die Reduzierung ihrer Risiken. Dies hat den Verkaufsdruck weiter erhöht.

Breitere Unsicherheiten im Markt

Der Kryptomarkt leidet zudem unter einer allgemeinen Unsicherheit, die durch makroökonomische Faktoren wie die bevorstehende Ernennung eines neuen Vorsitzenden der US-Notenbank verstärkt wird. Die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik unter Kevin Warsh hat die Risikobereitschaft der Anleger weiter gedämpft.

Fazit

Die jüngsten Kursverluste im Kryptomarkt sind das Ergebnis einer Kombination aus politischen, fundamentalen und technischen Faktoren. Die Unsicherheiten rund um die Unterstützung durch die US-Regierung, die Warnungen vor einem möglichen Kollaps und die allgemeine Marktstimmung haben zu einem massiven Verkaufsdruck geführt. Ob sich der Markt in den kommenden Tagen stabilisieren kann, bleibt abzuwarten.

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Erstellt:
5. Februar 2026, 08:16 Uhr

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