Kunst aus Müll: „Plastikmensch“ regt zum Nachdenken an

dpa/lsw Stuttgart. Ein Gestell aus Stahl und Draht, gefüllt mit alten Plastikflaschen, Kaffeekapseln und Folien - so sieht der 3,20 Meter hohe „Plastikmensch“ aus, der nun am Umweltministerium in Stuttgart aufgestellt wurde. Für Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) weist die imposante Skulptur darauf hin, dass Kunststoff zwar eine Menge nützlicher Eigenschaften hat; zu sorglos dürfe man mit dem Werkstoff aber nicht umgehen.

Die Hälfte aller Kunststoffprodukte landen ihm zufolge schon nach weniger als einem Monat im Müll. „Wir müssen unseren Umgang mit Kunststoff ändern“, betonte er am Freitag. Produkte sollten verstärkt so gestaltet werden, dass ihre Bestandteile recycelt oder wiederverwendet werden können. „Gleichzeitig müssen wir uns Gedanken machen, wo wir Kunststoff vermeiden und Alternativen nutzen können.“

Mit der Skulptur, die noch bis zum 27. Dezember zwischen Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium zu sehen ist, sollen Bürger zum Nachdenken angeregt werden. Hält der „Plastikmensch“ doch in der einen Hand auch einen Speer mit einem aufgespießtem Fisch. Aus dessen Maul hängt ein Stück Plastik heraus. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Thomas Rees anlässlich der Clean Up Week in Freiburg im Jahr 2018. Seitdem reist der vom Energiedienstleister Badenova ersteigerte „Plastikmensch“ durchs Land.

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Erstellt:
30. Oktober 2020, 13:35 Uhr

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