Land gibt über 200 Millionen für Schutzausrüstung aus

dpa/lsw Stuttgart. In der ersten Zeit der Corona-Krise versuchten viele Pflegeheime und Krankenhäuser vergeblich, Schutzausrüstung für ihr Personal zu kaufen. Die Lieferwege waren versperrt und die Preise astronomisch. Da sprang das Land als Beschaffer ein - und zahlte Riesensummen.

Atemschutzmasken (partikelfiltrierende Halbmasken) der Schutzklasse FFP2 (r) und FFP3. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Atemschutzmasken (partikelfiltrierende Halbmasken) der Schutzklasse FFP2 (r) und FFP3. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Plastikhandschuhe, Overalls und Masken - für den Corona-Schutz von Ärzten, Pflegern und anderen Beschäftigen im Gesundheitssektor hat das Land bereits 201 Millionen Euro ausgegeben. Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 20 Millionen Euro stehen noch aus, wie aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine SPD-Anfrage hervorgeht.

Die Ausrüstung wurde vom Land beschafft, als die üblichen unmittelbaren Lieferwege zu Beginn der Pandemie zusammengebrochen waren. Die Kommunen übernahmen die Verteilung der Ausrüstung vor Ort. Ein Großteil ist zuletzt mit der abschließenden Lieferung Ende Juli 2020 kostenfrei verteilt worden. Ein kleinerer Teil ist in die Notfallreserve des Landes übergegangen.

Die Qualität der Ware hat sich erkennbar verbessert und die Preise haben sich wieder nach unten bewegt. Die Lieferwege sind nach weiteren Angaben des Ressorts von Manne Lucha (Grüne) offen. Vor diesem Hintergrund hat sich das Land aus der Notfallbeschaffung zurückgezogen.

Aktuell hat das Land für Landeseinrichtungen wie Polizei und Justiz 2,6 Millionen der besonders effizienten FFP2-Masken und 25,3 Millionen OP-Masken ausgeschrieben.

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Erstellt:
10. Oktober 2020, 09:10 Uhr

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