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Land will mehr für sich werben im Kampf um Fachkräfte

Grün-Schwarz: Hohe Innovationskraft des Südwestens stärker in den Vordergrund rücken

Der selbstironische Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“ punktet bundesweit. Aber der Landesregierung ist das nicht genug – gerade im weltweiten Kampf um Fachkräfte.

Stuttgart Die grün-schwarze Landesregierung will die zuletzt eingeschränkte Werbung um Fachkräfte ausbauen. „Wir müssen unsere Bemühungen intensivieren und wieder mehr Ressourcen reinstecken“, sagte ­Regierungssprecher Rudi Hoogvliet unserer Zeitung. Fachkräfte seien für Baden-Württemberg elementar wichtig.

Zwar stoße die Imagekampagne mit dem Motto „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“ noch immer auf Resonanz, doch sei sie zu sehr auf Deutschland zugeschnitten. „Die Werbung sollte intensiver und auch internationaler werden“, sagte Hoogvliet. Dabei sollten die Qualitäten Baden-Württembergs als Land der Tüftler und Denker mit einer hohen Innovationskraft noch stärker in den Vordergrund rücken.

Welche Rolle dabei die seit 1999 laufende Imagekampagne spielt und ob man darauf aufbaut, ließ der Regierungssprecher offen. Standen den Marketingleuten in den ersten Jahren im Schnitt sechs Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung (um die Jahrtausendwende waren es 7,5 Millionen) so stehen seit 2015 nur noch 1,25 Millionen Euro im Haushalt. Davon fließen 150 000 Euro in Veranstaltungen der Heimattage, die streng genommen nicht zur Kampagne gehören.

Mit dem abgespeckten Budget werde man nicht mehr auskommen, glaubt Hoogvliet. Im kommenden Doppelhaushalt soll das Niederschlag finden – zumal andere Bundesländer mittlerweile ebenfalls in Marketingaktionen investieren. So gab etwa Sachsen („So geht sächsisch“) im vergangenen Jahr mehr als 4,5 Millionen Euro dafür aus. Brandenburg wiederum hat in diesem Jahr den Slogan „Es kann so einfach sein“ lanciert und will bis 2020 rund 3,5 Millionen Euro ausgeben. Weil sich der Erfolg solcher Kampagnen nicht messen lässt, geraten sie politisch regelmäßig in die Kritik.

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Erstellt:
24. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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