Land will weniger Intensivbetten frei halten

dpa/lsw Stuttgart. In Baden-Württemberg sollen künftig weniger Intensiv- und Beatmungsplätze für Corona-Patienten frei gehalten werden, um wieder mehr Platz für andere Patienten zu schaffen. Das geht aus einem Konzept der Landesregierung hervor, das mit Experten erarbeitet wurde und am Mittwoch von der Corona-Lenkungsgruppe des Landes verabschiedet werden soll, wie „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ berichten. Die bisherige Freihaltequote der Intensiv- und Beatmungsplätze von 30 bis 35 Prozent soll demnach wegen der aktuell geringen Belegung auf zehn Prozent reduziert werden.

Mehrere leere Krankenhausbetten stehen auf einem Flur. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Mehrere leere Krankenhausbetten stehen auf einem Flur. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Aktuell werden in den baden-württembergischen Kliniken 212 Covid-19-Patienten behandelt, 32 von ihnen werden beatmet. „Dieses Niveau hat sich seit Wochen nicht verändert und es macht daher Sinn, die Freihaltequote bei den Intensivbetten zu reduzieren“, sagte Matthias Einwag von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft den Zeitungen. Dann könnten mehr Patienten operiert werden, die schon lange auf eine Operation warteten.

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Erstellt:
14. September 2020, 18:21 Uhr

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