Landes-FDP attackiert „Impfchaos“

dpa/lsw Fellbach. Die baden-württembergische FDP hat der Bundes- und Landesregierung schwere Fehler bei der Corona-Impfkampagne vorgeworfen. Der Start sei holprig und die Verunsicherung der Menschen groß, sagte der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer am Dienstag beim Parteitag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis), bei dem die meisten der etwa 100 Delegierten online zugeschaltet waren. Die Hotlines seien überlastet. „Es steht nicht genügend Impfstoff zur Verfügung.“ Dies alles verstärke den Eindruck: „Dieses Land hat sich nicht generalstabsmäßig vorbereitet.“

Teströhrchen für den Covid-19 Test liegen auf einem Tisch an einer Corona-Teststelle. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Teströhrchen für den Covid-19 Test liegen auf einem Tisch an einer Corona-Teststelle. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Zeit zwischen der ersten Corona-Welle im Frühjahr und dem Winter sei nicht genutzt worden. „Der Bundesgesundheitsminister duckt sich weg“, sagte Theurer mit Blick auf Jens Spahn von der CDU. Der einstige Hoffnungsträger müsse aufpassen, „dass er nicht zu einem politischen Impfchaoten verkommt“.

Der FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Hans-Ulrich Rülke, kritisierte auch die Organisation im Land, die einem „Impfchaos“ gleiche. Viele Über-80-Jährige wüssten nicht, wie sie einen Termin bekommen sollten, weil die Hotline überlastet sei. Zudem habe das Land in der ersten Runde zu wenig Impfstoff bestellt: „Baden-Württemberg hat sich damit abgefunden, gleich viele Dosen zu bekommen wie das Saarland.“

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Erstellt:
5. Januar 2021, 12:14 Uhr

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