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Landesärztekammer: Schulöffnung am Montag ist Kompromiss

dpa/lsw Stuttgart. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg unterstützt nach einem Bericht von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag) die Öffnung der Schulen im Südwesten am Montag. Die nochmalige Öffnung sei ein „pragmatischer Kompromiss“, sagte der Präsident der Landesärztekammer Wolfgang Miller den Zeitungen. Es gehe auch darum, die Schüler noch mit Lehrmaterial und Aufgaben zu versorgen. Die beiden Zeitungen korrigierten damit einen eigenen Bericht, in dem es hieß, die Landesärztekammer fordere eine Schließung bereits am Montag.

Stühle in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Stühle in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Der Vorstandschef des Ärzteverbands Medi, Werner Baumgärtner, sagte den Zeitungen dagegen, man dürfe nicht zulassen, dass an den Schulen noch einmal eine „große Corona-Party“ stattfinde. Das wäre angesichts der sich rapide beschleunigenden Verbreitung des Erregers unverantwortlich. Die grün-schwarze Landesregierung hatte die Schließung der Schulen von Dienstag an für fünf Wochen bis nach den Osterferien verfügt.

Das Kultusministerium wies den „Corona-Party“-Vorwurf scharf zurück. Es finde am Montag kein regulärer Unterricht mehr statt, sondern es gehe darum, den Schulen einen geordneten Übergang zu ermöglichen, teilte ein Sprecher mit. Die Schulen sollen den Schülern am Montagmorgen noch allgemeine Informationen, Lernmaterialien und Anleitungen zum individuellen Lernen für die unterrichtsfreie Zeit geben. Gerade die Abschlussjahrgänge hätten ein Recht auf wichtige Vorbereitungshinweise für die Prüfungen, die nach den Osterferien stattfinden sollen.

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Erstellt:
15. März 2020, 15:12 Uhr

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