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Landesbischof July: Alle auf der Erde sind Fremde

dpa/lsw Stuttgart/Freiburg. Der Stuttgarter Landesbischof Frank Otfried July hat in seiner Pfingstpredigt jede Form von Rassismus kritisiert. Gott selbst sei in Jesus Christus als Fremder in diese Welt gekommen, sagte er nach einem vorab verbreiteten Redetext am Montag in der Stuttgarter Stiftskirche. Deshalb könne es unter Christen keinen Rassismus geben gegen irgendeinen Menschen, egal welcher Herkunft und welchen Glaubens. „Keinen Hass gegenüber Fremden. Keinen abgrenzenden Nationalismus. Keine Gleichgültigkeit gegenüber Menschen auf der Flucht“, sagte der evangelische Landesbischof. „Denn wir wissen, dass wir auf dieser Erde alle Fremde sind, Gäste unseres himmlischen Vaters.“

Frank Otfried July bei einem Interview. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Frank Otfried July bei einem Interview. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger ging in seiner Predigt am Sonntag auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise ein und kritisierte dabei die Tendenz in Kirche und Gesellschaft, in allem stets das Negative zu suchen. Kaum würden aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie Beschränkungen gelockert, würden diese schon wieder als unzureichend kritisiert. „Kaum beginnen wir, über Lockerungen und Entlastungen nachzudenken, Luft zu holen in der Pandemie, werden gleich Verschwörungstheorien befördert und erwogen, die manche wieder neu in Angst und Schrecken versetzen.“ Es gehe gleich wieder um die Risse und Spalten, die sich im gesellschaftlichen wie kirchlichen Gefüge zeigten. „Wir stehen uns leider nur allzu oft selbst im Weg“, bemängelte Burger.

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Erstellt:
1. Juni 2020, 11:45 Uhr

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