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Landesbischof July: „Antisemitismus ist Gotteslästerung“

dpa/lsw Stuttgart. Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle hat der württembergische Landesbischof Frank Otfried July antisemitische Tendenzen erneut mit Gotteslästerung gleichgesetzt. Antisemitismus sei „ein Angriff auf Gottes menschliches Ebenbild und in letzter Konsequenz selbstzerstörerisch“, sagte er am Donnerstag bei einem Gedenken vor der Stuttgarter Synagoge. Er sei eine Gefahr für alle Menschen, für das gesellschaftliche Zusammenleben und den demokratischen Rechtsstaat. „Mörder sind keine Helden und dürfen niemals Vorbilder sein“, sagte July bei dem Gedenken mit den Mitgliedern der Evangelischen Landessynode.

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Am Mittwoch der vergangenen Woche hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in eine mit mehr als 50 Gläubigen besetzte Synagoge zu gelangen. Als das scheiterte, erschoss er vor der Synagoge eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20 Jahre alten Mann in einem nahe gelegenen Dönerladen. Auf seiner Flucht verletzte der Schütze ein Ehepaar schwer. Ein 27-jähriger Deutscher hat die Taten gestanden und antisemitische und rechtsextreme Motive angegeben.

Hass und Gewalt dürften nicht verharmlost werden, warnte der Landesbischof. „Es sind nicht mehr nur Alarmzeichen“, sagte July.

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Erstellt:
17. Oktober 2019, 13:32 Uhr

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