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Landeselternbeirat hält Schulschließungen für übertrieben

dpa/lsw Stuttgart. Der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Carsten Rees, hält es für übertrieben, Kindergärten, Schulen und Universitäten in Deutschland zu schließen. „Das würde weit über den Schulbetrieb hinaus sicherlich zu einem Chaos führen“, teilte Rees auf Anfrage am Donnerstag mit.

Der Vorsitzende des baden-württembergischen Landeselternbeirats, Carsten Rees, spricht zur Presse. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Der Vorsitzende des baden-württembergischen Landeselternbeirats, Carsten Rees, spricht zur Presse. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bleiben in Italien bis zum 15. März alle Schulen und Hochschulen geschlossen. Das innerhalb der EU am stärksten betroffene Land reagiert damit auf die Epidemie. Das geht aus einem entsprechenden Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Mittwochabend unterzeichnete.

Rees lehnt diese Maßnahme für Deutschland ab. „Was machen wir zum Beispiel mit Abiturienten?“, fragt sich Rees. Es sei nicht einfach, Prüfungstermine festzulegen. „Und wer kümmert sich um die Kinder, die dann alleine zu Hause wären?“

Das Problem sei komplex: „Wenn wir wenige Fälle haben, müssen wir keine Schulen schließen. Wenn wir aber ganz viele Fälle haben, ergibt das auch keinen Sinn mehr, weil man sich dann überall anstecken kann. Schwierig kann die Entscheidung im Mittelfeld werden.“

Sinnvoller sei es, stattdessen Hygienevorschriften einzuhalten. Der Zustand der Toiletten an einigen Schulen sei desolat. Mancherorts könne man sich gar nicht die Hände waschen, weil keine Seife da sei.

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Erstellt:
5. März 2020, 12:01 Uhr

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