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Lautes Schweigen: „Silent Demos“ gegen Rassismus geplant

dpa/lsw Stuttgart. Acht Minuten und 46 Sekunden dauerte der Todeskampf des Afroamerikaners George Floyd. So lange wollen Demonstranten bei „Silent Demos“ in vielen deutschen Städten schweigen - auch im Südwesten.

Ein Graffiti, Kerzen, Blumen und Steine zum Gedenken an George Floyd in Mannheim. Foto: Uwe Anspach/dpa

Ein Graffiti, Kerzen, Blumen und Steine zum Gedenken an George Floyd in Mannheim. Foto: Uwe Anspach/dpa

In Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim wollen am heutigen Samstag Menschen mit stillen „Silent Demos“ gegen Rassismus protestieren. Anlass ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der am 25. Mai in den USA starb, nachdem ihm ein Polizist minutenlang ein Knie auf den Hals gedrückt hatte. „Rassismus ist auch in Deutschland aktiv“, sagte die Organisatorin der Stuttgarter Demo, Nadia Asiamah.

„Für mich war es nicht genug, wenn man auf Social Media postet. Man muss mehr dafür tun“, sagte Asiamah am Freitag. Das Video, das den Tod Floyds zeigt, habe sie sehr mitgenommen. Die Stuttgarterin ist 22 Jahre alt und hat zum ersten Mal eine Demonstration angemeldet. Teil des Protests soll ein acht Minuten und 46 Sekunden langes Schweigen sein - so lange dauerte der Todeskampf Floyds. Auch im weiteren Verlauf der Demonstration sollen die Botschaften in erster Linie über Transparente und Körpersprache vermittelt werden. Reden wird es laut Asiamah aber auch geben.

Aus anfangs rund 20 geplanten Teilnehmern seien schnell mehr geworden, sagte sie. Mittlerweile haben sich Organisatoren in rund 20 Städten in Deutschland angeschlossen, die am Samstag „Silent Demos“ nach dem Stuttgarter Vorbild veranstalten. In Stuttgart sind 700 Teilnehmer angemeldet, in Karlsruhe 200, in Mannheim 650. Eine weitere Demo gegen Rassismus findet unter dem Motto „Justice for Floyd“ am Samstag in Tübingen statt.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 02:38 Uhr

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