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Lebensgefährliche Baby-Wiege

Mehr als 30 tote Säuglinge – Produkt von Fisher-Price ließ sich auch in Deutschland bestellen

Washington (dpa). Nach Berichten über den Tod von mehr als 30 Säuglingen hat der US-Spielzeughersteller Fisher-Price weltweit Millionen von Baby-Wiegen zurückgerufen. Das teilten die US-Verbraucherschutzkommission CPSC und der Hersteller mit. Anlass waren Berichte über Todesfälle, bei denen sich Säuglinge in der Wiege umgedreht hatten und erstickt waren. Von dem Rückruf sind rund 4,7 Millionen Exemplare der „Rock ’n’ Play Sleepers“ betroffen.

Es handelt sich um eine stoffbezogene Schale in bunten Farben, auf einem Gestänge und mit Schaukelfunktion. Zahlreichen Babys wurde diese Wiege offenbar zum Verhängnis. Die amerikanische Verbraucherorganisation Consumer Reports hatte berichtet, dass nach ihren Untersuchungen seit 2009 mindestens 32 Kinder durch die ­­„Rock ’n’ Play Sleepers“ ums Leben kamen. Die ­Organisation beschrieb Fälle aus den USA, bei denen Säuglinge in ihren Wiegen erstickten. Die Amerikanische Akademie der Kinderärzte hatte schon am vergangenen Dienstag den sofortigen Rückruf gefordert. „Dieses Produkt ist tödlich“, sagte Kinderärzte-Präsident Kyle Yasuda.

„Es gab Todesfälle von Säuglingen in „Rock ’n’ Play Sleepers“, nachdem sich die Säuglinge vom Rücken auf den Bauch oder auf die Seite drehten und nicht festgeschnallt waren, oder unter anderen Umständen“, schrieb die CPSC. Die geschäftsführende Chefin der Behörde, Ann Marie ­Buerkle, rief Eltern in einer Videobotschaft dringend auf, die Wippe ab sofort nicht mehr zu benutzen.

Vor einer Woche hatte die US-Verbraucherschutzbehörde gemeinsam mit Fisher-Price zunächst eine Produktwarnung herausgegeben. Nachdem weitere Fälle aus den vergangenen Jahren bekannt wurden, folgte schließlich der komplette Rückruf des Produkts. Die Rock-’n’-Play-Wiege ließ sich über verschiedene Anbieter aus den USA auch nach Deutschland importieren. Die deutsche Dependance von Fisher-Price äußerte sich am Wochenende auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bis zum Sonntagnachmittag nicht zu den Auswirkungen des Rückrufs auf den hiesigen Markt.

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Erstellt:
15. April 2019, 03:14 Uhr

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