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Lehrer können erst mehr und später weniger unterrichten

dpa/lsw Stuttgart. Lehrkräfte in Baden-Württemberg sollen durch freiwillige Mehrarbeit Zeit „ansparen“ und dafür später weniger arbeiten. Damit hofft das Kultusministerium, Folgen des akuten Lehrermangels mildern zu können. Das sogenannte Vorgriffsstundenmodell hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mitteilte. Es gilt ab dem Schuljahr 2020/21.

Die Baden-Württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Thomas Niedermüller/dpa/Archivbild

Die Baden-Württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Thomas Niedermüller/dpa/Archivbild

Lehrer können dann über einen Zeitraum von drei Schuljahren pro Woche eine Stunde mehr unterrichten als je nach Schulmodell für sie vorgesehen ist. Dieser „Ansparphase“ folgt eine dreijährige „Karenzphase“, in der sie wieder gemäß ihrer ursprünglichen Unterrichtsverpflichtung im Einsatz sind. Danach erhalten sie die „angesparten“ Stunden zurück und unterrichten entsprechend weniger.

Das freiwillige Modell ist laut Kultusministerium ein ergänzender Baustein eines Maßnahmenpakets gegen den gegenwärtigen Lehrermangel. Es sei „ein weiterer Schritt, der dabei helfen soll, gezielt Lücken zu schließen“, erklärte Eisenmann.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sprach von einem „Tropfen auf den heißen Stein“ und forderte attraktivere Angebote. „Wenn die Landesregierung es ernst meint mit Maßnahmen gegen den Lehrermangel, muss sie mutiger sein und mehr investieren als bisher“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. Sie verwies darauf, dass in Sachsen Mehrarbeit von Lehrkräften ab der ersten Stunde mit einem Zuschlag von 25 Prozent bewertet werde.

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Erstellt:
28. Januar 2020, 16:52 Uhr

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