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Lehrerverband: Pädagogen nicht zu Polizisten machen

dpa/lsw Stuttgart. Die Lehrergewerkschaft GEW hält die Vorschläge der Wissenschaftsakademie Leopoldina zur schrittweisen Öffnung der Grundschulen und Kitas für kaum praktikabel. „Da werden Pädagogen zu Polizisten gemacht, die nur damit beschäftigt sein werden, die Abstands- und Hygieneregeln für den Schutz vor Corona durchzusetzen“, sagte GEW-Landeschefin Doro Moritz am Dienstag in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in den Pausen sei das für die Lehrer eine Mammutaufgabe.

„Coronavirus“ steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Armin Weigel/dpa

„Coronavirus“ steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Armin Weigel/dpa

„Für mich steht der Infektionsschutz für die Kinder und die Beschäftigten im Vordergrund“, betonte Moritz. Es sei nicht zu verstehen, dass die Leopoldina zuerst die Grundschüler zurück in die Klassen schicken wolle, also diejenigen, die den stärksten Bewegungsdrang hätten und diesen am wenigsten kontrollieren könnten.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte empfohlen, Schulen sobald wie möglich wieder zu öffnen - zunächst für jüngere Schüler, da Ältere Fernunterricht besser nutzen könnten. In Grundschulen müsse mit deutlich reduzierten Gruppengrößen von maximal 15 Schülern gestartet werden, um das Abstandsgebot besser einhalten zu können. Nach Worten von Moritz sind die Räumlichkeiten in Grundschulen, die nicht mit Gemeinschafts- oder Werkrealschulen verbunden sind, dafür zu klein.

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Erstellt:
14. April 2020, 12:18 Uhr

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