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„Löwen“ können sich an Fritten nicht sattessen

Backnanger Ina und Sascha Wolter finden mit Frank Thelen in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ einen Investor

Frittendeal: Ina und Sascha Wolter mit Investor Frank Thelen (Mitte). Foto: Instagram/Thelen

Frittendeal: Ina und Sascha Wolter mit Investor Frank Thelen (Mitte). Foto: Instagram/Thelen

Von Sarah Schwellinger

BACKNANG. Ein gutes Produkt, ein bodenständiges Angebot und ein souveräner Auftritt: Am Dienstag trauten sich Ina und Sascha Wolter, der einst als Sternekoch in den Backnanger Stuben kochte, in die „Höhle der Löwen“. Sie stellten ihr Unternehmen Frittenlove vor, mit dem sie Fritten aus Kichererbsen, Trüffel oder Kartoffel-Rösti herstellen. Und verlangten 60000 Euro für zehn Prozent Unternehmensanteile.

Der Plan, mit einem bodenständigen Angebot vor die Investoren zu treten, ging auf. Drei der fünf Investoren machten ein Angebot: Dagmar Wöhrl hätte sogar 120000 Euro für zehn Prozent gegeben, Georg Kofler wollte 26 Prozent für 180000 Euro. Doch der Zuschlag ging an Frank Thelen, der dem Gründer-Ehepaar 120000 Euro für 20 Prozent des Unternehmens anbot. Als „megastark“ bezeichnete Sascha Wolter den Deal nach dem Auftritt vor den Investoren.

Der Deal ist nun schon ein paar Monate her, die Sendung wurde bereits im Februar aufgezeichnet. Die ersten Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit: „Wo wir heute stehen, wären wir nicht ohne Frank Thelen und sein Team“, denn was dem Backnanger bis zu dem Zeitpunkt eher wenig machbar schien, ist heute Wirklichkeit: Die Edelfritten sind seit gestern in den Rewe- und Edeka-Märkten zu kaufen. Eine schwierige Angelegenheit, ins Sortiment der Märkte aufgenommen zu werden, noch schwieriger, in die Kühltheken zu kommen. Denn die sind stets belegt und das vor allem mit den großen Markenprodukten. „Deshalb haben wir uns für Frank Thelen entschieden“, fasst Sascha Wolter zusammen, „wir wussten, dass es schwierig ist, aber haben in ihm einen guten strategischen Partner.“ Denn die Investitionssumme sei nicht der große Wert, findet der Ex-Sternekoch, sondern das, was der Investor für einen tut. Die ersten Ergebnisse sind nun sichtbar: national bei großen Einzelhändlern gelistet, vergrößertes Sortiment und vor allem: steigende Verkaufszahlen. Auch vor dem Verkauf über einen Onlineshop hatten die Backnanger Unternehmer großen Respekt. Doch mit deutschesee.de haben sie auch dafür einen Partner gefunden. Doch Frittenlove hat gestern Abend deren Server zum Einsturz gebracht, heute sind die Frittenlove-Produkte beim Onlinehändler die meist verkauften.

„Löwin“ Dagmar Wöhrl habe sich bereits nach wenigen Minuten des Auftritts für eine Investition entschieden. „Das konnte man bei der Ausstrahlung gar nicht so sehen“, erklärt Wolter, „aber wir waren insgesamt etwa zwei Stunden in der Höhle der Löwen. Da werden viele Fragen gestellt.“ Das Ganze wurde auf rund zehn Minuten gekürzt. „Ich möchte einfach Ihre Pommes haben“, sagte Wöhrl in der Sendung. Das wäre sicher auch kein schlechter Deal geworden, erklärte die 64-Jährige weiter: „Unsere Familie hat ja eine Hotelgruppe. Und in dieser Hotelgruppe haben wir über 40 Restaurants. Und wir machen alleine – nur Pommes – eine Million Umsatz.“

Doch gegen Ende des Auftritts überzeugten die Argumente von Frank Thelen, der in vorherigen Staffeln bereits in Lebensmittel-Unternehmen investierte, wie beispielsweise Ankerkraut, die Kräuter- und Gewürzmischungen anbieten, oder Little Lunch, Suppen in Bioqualität. Somit wurden die Backnanger mit Frittenlove in eine kleine Food-Family aufgenommen, wie Thelen sie nennt. „Wir haben uns auch überlegt: Wer versteht uns? Wer sieht die Menschen dahinter?“

Produziert wird die Luxusvariante der Fritten immer noch in Oppenweiler, für die Produktion des Tiefkühlprodukts hat Frittenlove einen Partner gefunden, mit dem Wolter in einem langen Prozess die Produkte entwickelte.

Für alle, die jetzt auch zubeißen wollen:
Die Fritten kann man am Samstag, von
11 bis 16 Uhr bei Edeka Bangemann in Weissach probieren

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Erstellt:
4. Dezember 2018, 15:21 Uhr

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