Lucha ruft in Nächten zu Wachsamkeit für Obdachlose auf

dpa/lsw Stuttgart. In den frostig-kalten Nächten rund um die Jahreswende sollte nach Ansicht von Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) besonders stark auf Obdachlose auf der Straße geachtet werden. „Obdachlose Menschen riskieren bei den nächtlichen Temperaturen im Winter nicht nur ihre Gesundheit, sondern oft auch ihr Leben“, sagte Lucha in Stuttgart. Menschen dürften bei Hilfsbedürftigen nicht achtlos wegschauen. „Ein Anruf bei der Polizei, beim Ordnungsamt oder im akuten Notfall beim Rettungsdienst kann Leben retten“, sagte der Minister.

Manne Lucha bei einer Veranstaltung. Foto: Uli Deck/dpa/Archiv

Manne Lucha bei einer Veranstaltung. Foto: Uli Deck/dpa/Archiv

Oft gebe es Nachtquartiere und Wärmestuben für wohnungslose Menschen. Aber es könne niemand gezwungen werden, die Einrichtungen aufzusuchen. „Umso mehr sind wir alle gefordert, ganz besonders achtsam miteinander umzugehen und so Menschen im Winter vor dem Erfrieren zu schützen“, sagte Lucha. Wie viele Obdachlose auf den Straßen des Landes leben, lässt sich nur mutmaßen. Deutschlandweit starben nach Zählungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe im vergangenen Winter mindestens zwölf Obdachlose an Unterkühlung; Bund und Länder führen keine Statistik.

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Erstellt:
30. Dezember 2019, 13:52 Uhr

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