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Lucha weist Vorwurf der Kumpanei mit Kabarettisten zurück

dpa/lsw Stuttgart. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat Vorwürfe der Kumpanei mit dem Kabarettisten Christoph Sonntag zu dessen Gunsten zurückgewiesen. „Es gibt keine Vermischung dienstlicher und privater Interessen“, sagte Lucha am Mittwoch im Landtag in Stuttgart. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte zuvor die Fördergelder des Landes für ein Projekt zur Demokratiebildung von Sonntag zur Sprache gebracht und dabei angeführt, dass das Projekt bei einem gemeinsamen Abendessen von Sonntag und Lucha aufs Gleis gesetzt worden sei.

Manfred "Manne" Lucha (Bündnis 90/ Die Grünen), Sozialminister von Baden-Württemberg, beantwortet im Landratsamt Fragen von Journalisten. Foto: Uli Deck/dpa

Manfred "Manne" Lucha (Bündnis 90/ Die Grünen), Sozialminister von Baden-Württemberg, beantwortet im Landratsamt Fragen von Journalisten. Foto: Uli Deck/dpa

Es geht auch um mögliche Ungereimtheiten bei der Verwendung der Fördergelder. Die Landeszentrale für politische Bildung hatte im September nach einer Prüfung erklärt, die Beträge seien korrekt abgerechnet worden. „Alle Ausgaben sind vollständig belegt.“ Nach Luchas Worten dauert aber eine haushaltsrechtliche Bewertung der Vorgänge durch sein Ministerium noch an. Sollte es Verstöße geben, werde das Land selbstverständlich Geld zurückfordern, sagte Lucha.

Medienberichten zufolge hatte die Ehefrau von Christoph Sonntag Zweifel an der Korrektheit seines Vorgehens geltend gemacht. Sie will sich von dem Kabarettisten scheiden lassen. Unter anderem beauftragte Sonntag mehrere Firmen, Workshops zur Demokratiebildung zu veranstalten, darunter die Firma seiner Ehefrau. Die Fördergelder stammten vom Sozialministerium. Dieses hatte die Landeszentrale für politische Bildung ins Boot geholt, um das Projekt zu begleiten.

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Erstellt:
9. Oktober 2019, 11:02 Uhr

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