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Luftrettung fordert andere Alarmierung bei Notfällen

dpa/lsw Filderstadt. Notfallpatienten mit besonders zeitkritischen Diagnosen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma sollen nach dem Willen der DRF Luftrettung schneller versorgt werden. Dafür müssten beim Notruf alle verfügbaren Rettungsmittel gleichzeitig alarmiert werden, forderte die Organisation anlässlich der Vorstellung ihrer Halbjahresbilanz am Montag. Hubschrauber würden erst nach Eintreffen eines am Boden arbeitenden Notarztes alarmiert, etwa um Patienten in eine Spezialklinik zu fliegen.

Die Aufschrift Notarzt steht auf der Unterseite eines Rettungshubschraubers. Foto: Fabian Sommer/Archiv

Die Aufschrift Notarzt steht auf der Unterseite eines Rettungshubschraubers. Foto: Fabian Sommer/Archiv

Dabei verliere man wertvolle Minuten, warnte der Vorstand der Luftrettung, Peter Huber. Um Menschen im Notfall schneller in Kliniken bringen zu können, sei daher die Etablierung einer „Next Best“-Strategie notwendig. Dabei müssten sowohl Fahrzeuge als auch die Luft- oder Wassergeräte gleichzeitig alarmiert werden.

Der Luftrettung komme gerade in ländlichen Gegenden eine wichtige Rolle zu, da Hubschrauber die Patienten am schnellsten in Kliniken fliegen könnten. Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt (Kreis Esslingen) leistete nach eigenen Angaben 20 662 Einsätze im ersten Halbjahr 2019, davon 19 309 Einsätze von Stationen in Deutschland aus. Die Organisation ist an 35 Standorten in Deutschland, Österreich und Liechtenstein aktiv.

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Erstellt:
12. August 2019, 16:25 Uhr

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