Mädchen aus Rumänien angelockt: Prozess zu Menschenhandel

dpa/lsw Mannheim. Zwei Mädchen haben arglos Versprechungen geglaubt und sich aus Rumänien nach Deutschland bringen lassen. Doch ihr Weg führte laut Staatsanwaltschaft direkt in die sexuelle Ausbeutung. Den mutmaßlichen Tätern wird jetzt der Prozess gemacht.

Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Ein Mann soll mit Hilfe von Komplizen Mädchen aus Rumänien angelockt und sich an ihnen vergangen haben - von Montag (9.00 Uhr) an muss er sich wegen des Vorwurfs des Menschenhandels vor dem Landgericht Mannheim verantworten. In den Jahren 2017 und 2019 hat er laut Anklage Komplizen dazu bewogen, gegen Geld jeweils Minderjährige mit falschen Angaben nach Mannheim zu bringen. Er habe gegen ihren Willen Sex mit ihnen gehabt. Das Trio, das ihm 2019 geholfen haben soll, sein Vorhaben umzusetzen, steht ebenfalls vor Gericht.

Im Jahr 2017 hatte sich eine damals 15-Jährige laut Anklage selbst befreien können. Im vergangenen Jahr waren der Hauptangeklagte und zwei seiner Komplizen mit einer damals 14-Jährigen festgenommen worden. Der dritte Mitangeklagte wurde wenige Wochen später gefasst.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten, Jahrgang 1969, überdies vor, kinderpornografisches Material gekauft und auf verschiedenen Datenträgern mehr als 100 kinderpornografische Videos und über 6000 Bilder gespeichert zu haben. Der Prozess findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. (Aktenzeichen: 7KLs 657 Js 31823/19)

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Erstellt:
13. Januar 2020, 00:25 Uhr

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