Magischer Auftakt im ausverkauften Bädle

Bergfestival startet in Hinterwestermurr mit der großartigen Beatles-Coverband Magical Mystery Band aus Mecklenburg. Cheforganisator Hardy Wieland will für das mittlerweile eigenständige Event im nächsten Jahr eine GmbH gründen.

Mit bekannten Songs von den Beatles heizte die Magical Mystery Band den Besuchern bereits am Freitag beim Auftakt des Bergfestivals mächtig ein. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Mit bekannten Songs von den Beatles heizte die Magical Mystery Band den Besuchern bereits am Freitag beim Auftakt des Bergfestivals mächtig ein. Fotos: J. Fiedler

Von Carmen Warstat

MURRHARDT. Die Magical Mystery Band stammt aus Mecklenburg und ist den Murrhardtern eine alte Bekannte, denn es war nicht ihr erster Gig im Rahmen des Sommerpalasts. Der Drummer gar sei „schon fast eingemeindet“, scherzte er und erzählte von dem Gefühl, mindestens jeden zweiten der Besucher „irgendwie schon zu kennen“, wenn er nach Murrhardt kommt. Jetzt am Freitag war das Quintett (Drums, Bassgitarre, Gitarre, Piano, Keyboards) zum Auftakt des Bergfestivals im Bädle in Hinterwestermurr zu Gast und unterhielt sein Publikum vortrefflich. Die exzellenten Kenner der Beatles brachten einen Klassiker nach dem anderen zu Gehör und lieferten eine glänzende Show.

Auch wer es bis jetzt noch nicht wusste oder glaubte, ging mit der Gewissheit nach Hause, dass die Beatles eine Wahnsinnsband waren und dass der Wahnsinnshype um sie mitnichten von ungefähr kam, wenngleich man in Hinterwestermurr schon ein wenig von der Bühne frotzeln und provozieren musste, ehe die Menge sich von den mitgebrachten Sitzgelegenheiten erhob: „Sitzdisco“ und „Tanzverbot!“ oder: „Es könnte sein, dass das die letzte Chance ist, die Hüften zu bewegen. Murrhardt steht auf“, neckten die agilen Entertainer ihr Publikum allenthalben, beherrschten aber auch die Selbstironie, etwa als sie einander vorstellten oder wenn sie sich die Bälle zur Anmoderation des einen oder anderen Songs zuwarfen. „A Hard Day’s Night“ wurde umgeschrieben zu „A Hardy’s Night“, um dem Cheforganisator des Events, Hardy Wieland, zu danken. Wieland ist sich sicher, im Bergfestival nicht einfach einen Ersatz für den Sommerpalast, sondern ein eigenständiges Format geschaffen zu haben. Im nächsten Jahr solle die Gründung einer GmbH angegangen werden.

Die fünf Musiker der Magical Mystery Band lieferten (ohne Starallüren, aber als selbstbewusste Entertainer) ein mitreißendes Programm, das Erinnerungen weckte und mit interessanten Hintergrundinformationen diente, immer unterhaltsam und witzig, gar nicht belehrend und doch auch lehrreich. Die Kombination von Bekanntem mit Unbekanntem kam beim Publikum bestens an. Für alle Beteiligten war es ein Highlight: die Band glücklich, seit einem Jahr erstmals wieder auf einer Bühne stehen zu dürfen, das Publikum glücklich, die zweite Auflage des Bergfestivals erleben zu dürfen, der kleine Emil (Sohn eines der Musiker) glücklich, ein Ständchen zu seinem fünften Geburtstag zu bekommen.

Der zweite Festivalabend am Samstag stand aufgrund der Gewitter- und Unwettervorhersagen unter einem etwas unsicheren Stern. „Wir haben es richtig aber gut erwischt“, erzählt Sina Mohr, Vorsitzende des Vereins Palastkultur. Ami und Wally Warning konnten ihr Publikum mit einer klasse Mischung aus englischen und deutschen Songs verwöhnen. Zwar hat es nach der Pause angefangen zu regnen, aber da war das Publikum nicht mehr zu irritieren. Ihre Zwischenbilanz vor dem zweiten Teil des Bergfestivals am 13./14. August fällt gut aus. Zu fast ausverkauften Konzerten käme ein tolles Publikum, die etwas entspanntere Coronalage und eine tolle Stimmung an den Abenden sowie die gute Kooperation mit den Wasserfreunden Hinterwestermurr.

Vater und Tochter, Wally und Ami Warning, begeisterten die Gäste am Samstag.

© Jörg Fiedler

Vater und Tochter, Wally und Ami Warning, begeisterten die Gäste am Samstag.

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Erstellt:
26. Juli 2021, 11:30 Uhr

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