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„Man muss mit der Zeit gehen“

Kärcher-Chef Hartmut Jenner benennt im Vortrag Bausteine zum Erfolg – Ausbildungsmesse des Ufoms in Aspach

Mit einer Veranstaltungsreihe im Aspacher Fautenhau feierte das Unternehmerforum Oberes Murrtal (Ufom) sein 20-jähriges Bestehen. Die Region stärken, die Jugend gewinnen, den Sport als Brücke nutzen, Menschen und Ideen verknüpfen – so umriss der Vorsitzende Stefan Grotzke die Anliegen des Events. Neben einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion stand vor allem die Ausbildungsmesse im Fokus.

Nachwuchsförderer Frieder Schrof, Kärcher-Geschäftsführer Hartmut Jenner, Fair-sport-Gründer Uli Ferber und Moderator Sebastian Gehring (von links) tauschten sich bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung des Unternehmerforums Oberes Murrtal aus. Fotos: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Nachwuchsförderer Frieder Schrof, Kärcher-Geschäftsführer Hartmut Jenner, Fair-sport-Gründer Uli Ferber und Moderator Sebastian Gehring (von links) tauschten sich bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung des Unternehmerforums Oberes Murrtal aus. Fotos: A. Becher

Von Carmen Warstat

ASPACH. Geladen hatte das Ufom in Kooperation mit dem Industrieverein für den Raum Backnang, dem Gewerbe- und Handelsverein Oppenweiler und dem Bund der Selbständigen aus Backnang. Zum Auftakt gab es im Blockhaus eine Podiumsdiskussion „Bausteine zum Erfolg“, die Hartmut Jenner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Alfred Kärcher SE&Co.KG, mit einem Impulsreferat eröffnete. „Wer von Ihnen hat ein Kärcher-Gerät?“, fragte er eingangs in die Runde der etwa 150 Gäste, unter denen sich auch viele aus dem öffentlichen Sektor befanden, und die Hände gingen in die Höhe. Bei der Gegenfrage („Wer hat kein Kärcher-Gerät?“) waren es dann nur wenige, die sich meldeten – der Erfolg des Unternehmens wurde so schon anschaulich gemacht. Und um diesen sollte es in Jenners Referat gehen.

Seinem Blick in die Unternehmensgeschichte (von 1935 bis heute) folgte die Analyse der Erfolgsfaktoren, als deren wichtigsten er den Menschen ausmachte: Spitzenleistung als innere Geisteshaltung und Hingabe (hier sei das englische „dedication“ aussagekräftiger), Verantwortungsbewusstsein und Disziplin, die Einheit von Denken und Handeln sowie Leidenschaft und Ehrgeiz charakterisierten den Weg zum Erfolg, und Freude: „Suchen Sie sich eine Arbeit, die Freude macht, dann haben Sie das große Glück, nie arbeiten zu müssen“, riet Jenner zum Abschluss.

Moderator Sebastian Gehring, früherer Marketingchef beim VfR Aalen und inzwischen als Manager bei FM Ferbermarketing tätig, stellte sodann zwei weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion vor: Zum einen beteiligte sich Hausherr Uli Ferber, Hotelier, einst ambitionierter Fußballer sowie Gründer und Gesellschafter der Fair-sport GmbH, zum anderen hatte man einen Überraschungsgast aus der Welt des Sports angekündigt. Gekommen war Frieder Schrof, Koryphäe der Nachwuchsförderung im Fußball, der auch schon mal als Superhirn auf seinem Gebiet bezeichnet wurde und zahlreiche Megatalente entdeckte.

Ehrgeiz, Leidenschaft und Spaß sind das A und O in allen Bereichen

„Ohne Motivation und Spaß geht gar nichts“ und „Man muss mit der Zeit gehen, einen sinnvollen, klaren Plan haben, Mitstreiter begeistern und mitnehmen“, weiß Schrof, der „immer ein gutes Verhältnis zu den Spielern gehabt“ hat. 150 bis 200 von ihnen hätten mit seiner Hilfe beim VfB Stuttgart und später bei RB Leipzig den Sprung zum Profi geschafft. Aber es sei auch wichtig, Spieler, denen das nötige Talent fehle, rechtzeitig auszubremsen, ergänzte Uli Ferber und stellte ebenfalls „Ehrgeiz, Leidenschaft und Spaß“ als „das A und O in allen Bereichen“ heraus. Stolz sei er auf die Lizenz als Spielerberater, die er 1999 sozusagen als zweites Standbein erwarb – „stolz, das geschafft zu haben“.

Mit dem oft genannten Begriff Leidenschaft fasste Moderator Gehring die Erfolgsgeschichten der Podiumsdiskutanten zusammen, bevor Ufom-Chef Stefan Grotzke noch einmal das Wort ergriff. „Tolle Anregungen“ entnahm er den Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen Sport und Unternehmen, deren Erfolgsgeheimnisse ähnliche seien. „Networking ist angesagt“, verkündete Grotzke und eröffnete das Buffet.

Für den Folgetag hatten das Ufom (ein Zusammenschluss von immerhin über 55 aktiven Unternehmen), der Industrieverein Backnang, der Gewerbeverein Backnang und der Gewerbe- und Handelsverein Oppenweiler zu der großen Ausbildungsmesse „Jugend – unsere Zukunft“ eingeladen. „Fachidiot oder Generalist?“ fragte diese ein wenig provozierend und stellte zahlreiche Ausbildungsbetriebe und -berufe vor. Das Versprechen lautete dabei: „Bei uns bist du nicht nur eine Nummer...wir übernehmen Verantwortung für dich.“

Und natürlich kam der Fußball nicht zu kurz. Der Drei-Ligen-Cup mit dem VfB Stuttgart, dem SC Austria Lustenau und der SG Sonnenhof Großaspach sollte den sportlich-unterhaltsamen Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten des Ufoms und seiner Partner bilden (Mehr dazu auf Seite 13 ).

Mehr als 70 Ausbildungsberufe wurden auf der Messe „Jugend – unsere Zukunft“ vorgestellt.

© Pressefotografie Alexander Beche

Mehr als 70 Ausbildungsberufe wurden auf der Messe „Jugend – unsere Zukunft“ vorgestellt.

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Erstellt:
7. September 2019, 06:00 Uhr

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