Tumult in Tübinger Klinik
Mann beißt zu – und würgt Polizisten bis zur Bewusstlosigkeit
Ein 49 Jahre alter Mann ist am Wochenende in einem Krankenhaus in Tübingen kaum zu bändigen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen versuchten Totschlags ermittelt.
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In der Unfallklinik in Tübingen wurden am Wochenende zwei Polizisten angegriffen und schwer verletzt (Symbolbild).
Von Michael Bosch
Ein 49-Jähriger hat nach einem Krankenhausbesuch in Tübingen zwei Polizisten angegriffen und schwer verletzt. Der Mann war am Sonntagvormittag auf die Beamten losgegangen und hatte ihnen unter anderem gegen den Kopf geschlagen. „Einem Beamten fügte er eine massive Bisswunde zu und würgte ihn bis zur kurzfristigen Benommenheit“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Der 49 Jahre alte Polizeibeamte und seine 38-jährige Kollegin wurden schwer verletzt, sie mussten selbst im Krankenhaus behandelt werden, ihren Dienst konnten sie nicht fortsetzen. Gegen den Mann, der in U-Haft sitzt, wird nun unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie des versuchten Totschlags ermittelt. Das teilen Staatsanwaltschaft und Kripo mit.
Polizisten greifen zum Schlagstock
Die Polizei war am Morgen wegen eines Streits in Mössingen alarmiert worden. Dort hatte es eine körperliche Auseinandersetzung gegeben, an der auch der 49-jährige Tatverdächtige beteiligt gewesen sein soll. Weil er sich dabei Verletzungen zugezogen hatte und blutete, war er von den Polizisten in die BG-Klinik nach Tübingen gebracht worden.
Im Krankenhaus wehrte sich der 49-Jährige gegen die Behandlung. Aber die Notaufnahme verlassen wollte er auch nicht. Die Polizei erteilte ihm daraufhin einen Platzverweis. Das war dem Mann aber offenbar egal. Als die Polizisten ihm Handschellen anlegen wollten, attackierte er sie. Erst als einer der Polizisten zum Schlagstock griff und Klinikpersonal zur Hilfe kam, konnte der Tunichtgut überwältigt werden. Die beiden Polizisten sind nach wie vor krankgeschrieben.
