„Wir sind jetzt angekommen“: VfB veredelt Start gegen Bayer

dpa/lsw Stuttgart. Nach dem 4:1 in Mainz möchte der VfB Stuttgart gegen Leverkusen nachlegen. Erst im Anschluss will Trainer Matarazzo ein erstes Fazit ziehen. Gegen Bayer steht ein Neuzugang vor seinem Debüt.

Stuttgarts Spieler Konstantinos Mavropanos. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Stuttgarts Spieler Konstantinos Mavropanos. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Pellegrino Matarazzo ist auf den Geschmack gekommen. Nach dem 4:1-Erfolg in Mainz steht der VfB Stuttgart unter ihm zwar schon jetzt besser da als zu Beginn der Abstiegs-Spielzeiten 2015/16 und 2018/19. Doch drei Punkte aus den ersten zwei Partien sind dem Trainer nicht genug. Sein erster Sieg als Chefcoach in der Fußball-Bundesliga macht ihm Lust auf mehr. Gegen Bayer 04 Leverkusen will der US-Amerikaner am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Saisonstart mit dem Aufsteiger veredeln. Es stört ihn nicht, dass der VfB als Außenseiter in die Partie gegen den Europapokal-Teilnehmer geht.

„Wir sind jetzt angekommen“, betonte der 42-Jährige am Donnerstag. „Und wenn wir unsere Energie und unseren Fokus auf den Platz bringen, dann können wir viele Mannschaften ärgern.“ Also auch Leverkusen. Dass die Statistik allerdings überhaupt nicht für den VfB spricht, spielt für Matarazzo ebenfalls keine Rolle. Nur eines der vergangenen 16 Bundesliga-Spiele hat Leverkusen gegen Stuttgart verloren. Gegen kein anderes Team hat Bayer in seiner Erstliga-Historie öfter gewonnen. Aber für Matarazzo zählt das Hier und Jetzt: Nach zwei Unentschieden sind die Rheinländer noch sieglos. Der Coach hätte nichts dagegen, wenn das auch am Samstagabend noch der Fall ist.

Erst dann will er ein erstes Fazit ziehen. Hoffnung dürfte ihm machen, dass Neuzugang Konstantinos Mavropanos vor seinem Pflichtspieldebüt für die Stuttgarter steht. Die zuvor verletzte Arsenal-Leihgabe rückt in den Kader auf. Möglicherweise wird der griechische Verteidiger für den gesperrten Pascal Stenzel sogar gleich in die Startelf rücken. Mit seiner Geschwindigkeit und Athletik bringt der 22-Jährige beste Voraussetzungen für die pfeilschnellen Bayer-Angreifer wie Moussa Diaby oder Karim Bellarabi mit. Aber Matarazzo verriet wie immer nicht, wie seine Startelf aussehen wird.

Bis zu maximal 12 000 Zuschauer werden am Samstag im Stadion sehen, ob Mavropanos von Beginn an aufläuft oder nicht. 8000 Tickets waren bis Donnerstagnachmittag verkauft. Anders als beim Saisonstart gegen Freiburg (2:3) müssen die Fans diesmal auch keinen Mund-Nasen-Schutz auf ihren Plätzen, sondern nur auf dem Weg dorthin tragen. Die Anhänger müssen sich laut Matarazzo auch keine Sorgen machen, dass die Affäre um die mutmaßliche Weitergabe von Mitgliederdaten vor einigen Jahren die Spieler beeinflusst. Die Mannschaft sei „zu 100 Prozent entspannt“, betonte der Trainer. „Das beeinflusst unsere Arbeit nullkommanull.“

Der Stuttgarter Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Der Stuttgarter Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

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Erstellt:
1. Oktober 2020, 14:19 Uhr

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